Gröningen l Sie stehen seit sehr vielen Jahren leer, die alten Nebengebäude der früheren Gröninger Sekundarschule. Schon bevor 2011 diese staatliche Schule geschlossen worden ist, gab es so gut wie keine Verwendung mehr für die alten Backsteinhäuser, in denen sich einst unter anderen eine Wohnung für den Hausmeister der Schule, eine Werkstatt oder auch eine Garage befunden haben.

Und auch als zwischenzeitlich auf diesem Gelände in der Grabenstraße 14 eine Freie Sekundarschule sowie ein Freies Gymnasium ihre ersten Domizile hatten und nun hier seit Sommer 2015 die Mitarbeiter der Verwaltung der Verbandsgemeinde Westliche Börde nach Rathausschließung und Rathausabriss ihre Büros haben, waren und sind die besagten Nebengebäude völlig überflüssig. Aber haben bis dato auch nicht sonderlich gestört.

Das hat sich inzwischen geändert. Denn die Stadt Gröningen und die Verbandsgemeinde planen, gemeinsam dieses Gelände in einen neuen und ganz modernen Bildungsstandort umzugestalten, auf dem dann vor allem die Friedrich-Hoffmann-Grundschule und der Hort zu Hause sind.

Der Hort ist bereits umgezogen

Der erste Schritt dazu ist bereits gegangen, denn der Hort, der organisatorisch zur Gröninger Kindertagesstätte „Bodespatzen“ gehört, ist im Oktober vergangenen Jahres in eines der früheren Schulgebäude in die Grabenstraße gezogen, das zuvor für gut 100.000 Euro saniert worden ist. Dabei ist unter anderem innen alles in Stand gesetzt worden und hat das Haus des Brandschutzes wegen zudem außen eine Rettungstreppe bekommen.

Diesem ersten Schritt sollen auf dem Weg zum neuen Bildungsstandort noch etliche weitere folgen. So soll vor allem das Gebäude, in dem einst unter anderem die Fachkabinette der staatlichen Sekundarschule untergebracht waren, zur neuen Grundschule umgebaut werden und als Anbau eine Aula bekommen. Wie auch noch vorgesehen ist, am Hortgebäude eine Sanitäranlage anzubauen und vor allem die gesamte Außenanlage als Frei- und Spielfläche völlig neu zu gestalten.

Fördermittel stehen zur Verfügung

Damit soll auch gleich nach dem Abriss der alten Nebengebäude in dem dann freigewordenen Bereich begonnen werden, da hierfür die Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro bereits zur Verfügung stehen. Während für alle anderen Arbeiten, die insgesamt gut vier Millionen Euro kosten werden, die Fördermittel laut Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz von der Stadt Gröningen zwar erfolgversprechend beantragt worden sind, aber eine Zusage erst im Laufe des Jahres erwartet wird.

In dem ohnehin Gebäude der früheren Sekundarschule noch als eine Zwischenlösung dienen sollen. Und zwar als Kindertagesstätte, da nach dem Stand der Dinge auch das Bodespatzen-Kita-Gebäude in diesem Jahr saniert wird und in der heißen Sanierungsphase die Mädchen und Jungen für etliche Monate ausziehen und woanders betreut werden müssen, bevor es wieder zurück in die dann sanierte Kita geht. Apropos aus- und umziehen. Das wird im nächsten Jahr aus diesem künftigen neuen Gröninger Bildungsstandort auch die Verwaltung.

Grundstein für neuen Verwaltungssitz

Wird doch jetzt am 6. März am einstigen Standort des Gröninger Rathauses der Grundstein für den Bau eines neuen Verwaltungssitz gelegt, das laut Planung am 30. April des nächsten Jahres bezogen werden soll.