Oschersleben l Als die Oschersleber Feuerwehr am Sonntagnachmittag von einem Rauchmelder fehlalarmiert in das Gewerbegebiet Am Pfefferbach gerufen worden ist, hatte wohl niemand wirklich damit gerechnet, dass das der letzte Einsatz des Jahres werden sollte. Stand doch noch der Silvestertag und stand vor allen noch die Silvesternacht bevor, in der ja nahezu in jedem Jahr irgendwo irgendwas brennt.

Diesmal aber nicht, die Alarmierungspiepser blieben den ganzen Tag über, den ganzen Abend und die ganze Nacht still. Und nicht nur die der Oschersleber Feuerwehrleute, sondern auch die der Mitglieder aller Wehren der Oschersleber Ortsteile. „Im Bereich Oschersleben war es ein sehr ruhiger Jahreswechsel“, teilte gestern dann auch die Leitstelle des Landkreises auf Anfrage mit, die für die Alarmierung der Wehren und anderer Rettungsdienste zuständig ist. Auch im Bericht des Polizeireviers Börde taucht Oschersleben und tauchen die Oschersleber Ortsteile nicht auf.

Gefeiert wurde der Jahreswechsel aber auch in Oschersleben und Umgebung sehr tüchtig. Und auch sehr laut. Nachdem es in den Straßen und Wohngegenden der Bodestadt schon tagsüber immer wieder geknallt hatte und Raketen aufgestiegen sind, mündete das Ganze um Mitternacht in ein riesiges Feuerwerk. Etwa eine halbe Stunde war der Himmel über der Bodestadt durchweg hell und bunt.

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Die Überbleibsel dieser Knallerei waren dann am gestrigen Neujahrstag auf den Oschersleber Straßen, Wegen und Plätzen zu sehen. An manchen Stellen überdeutlich, wie beispielsweise in der Berliner Straße, der Schermcker Straße oder auch in der Humboldtstraße des Wohngebiets Wasserrenne. Überall haufenweise leere Böllerbatterien, Sektflaschen-Abschussrampen oder auch Feuerwerk-Verpackungsmaterial.

Weitaus leiser und besinnlicher hatten sich bereits am Tag zuvor mehrere Oschersleber Wassersportler mit einem Tauchgang vom alten Jahr verabschiedet. Die einen im See Grundlos bei Heynburg, die anderen im Kiessee bei Wegeleben im benachbarten Harzkreis. Den Grundlos hatten sich einige Taucher des früheren Orca-Vereins ausgesucht, den Kiessee Mitglieder der Oschersleber DRK-Wasserwacht.

Knapp eine halbe Stunde waren die Taucher im jeweils fünf Grad kalten Wasser unterwegs. Um danach mit Familienangehörigen und Bekannten am Ufer auf das vergangene und auf das neue Tauchjahr anzustoßen.

Was beispielsweise in Wegeleben nach Informationen von Wasserwacht-Mitglied Uli Hoppe einige Kormorane sehr neugierig beobachtet haben. Die auch schon die Vorbereitungen und auch den Tauchgang selbst von Baum-Ästen aus mit viel Interesse verfolgt hatten. Dann aber auch froh waren, dass sie den Rest des Jahres wieder für sich waren.