Oschersleben l Bereits Ende März ist dem Landkreis Börde der Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,649 Millionen Euro für die energetische und allgemeine Sanierung der Sekundarschule V in Oschersleben per Post ins Haus geflattert. Damit bekommt der Landkreis knapp die Hälfte der Sanierungskosten, die bei 3,5 Millionen Euro liegen, von der EU und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Die Sanierung der Sekundarschule, die in den Jahren 1974 bis 1976 im Diesterwegring errichtet wurde, teilt sich in Maßnahmen der energetischen Sanierung. Dazu gehören die Wärmedämmung von Dach, Fassade, Obergeschossdecke und Bodenplatte, neue Fenster und Außentüren, eine neue Heizungsanlage sowie die Erneuerung der Elektrik und der Beleuchtungsmittel. Zu allgemeinen Sanierungsarbeiten zählen ein neues Dach der Einbau eines Aufzuges, die Erneuerung der Sanitärbereiche, die Vergrößerung der Fachräume Technik und Hauswirtschaft sowie die bauliche Neustruktuierung von Sekretariat, Lehrerzimmer, Schulleiterzimmer, Beratungsraum und einen Raum für Förderlehrer.

Der neu zu errichtende Anbau an die Sekundarschule V erfolgt parallel zur Sanierung des Bestandsgebäudes.

Die Sanierung soll im vierten Quartal dieses Jahres beginnen und muss laut Vorgaben des Fördermittelgebers bis April 2021 abgeschlossen sein. „Zurzeit laufen die weiteren planungsseitigen Vorbereitungen zur Umsetzung des Bauvorhabens“, so der Sprecher des Landkreises Uwe Baumgart.

Ausweichquartier für 200 Schüler

Mit derartig umfassenden Baumaßnahmen steht fest, dass dies nicht im laufenden Schulbetrieb erfolgen kann. Ein Auchweichquartier musste für die knapp 200 Schüler der Klassen 5 bis 10 gefunden werden. Die Suche sollte sich als nicht ganz einfach erweisen. Seit ein paar Tagen jedoch steht fest, dass als Ausweich-Standort die ehemalige Sekundarschule Hadmersleben vorgesehen ist.

Aktuell erfolgen die Abstimmungen zum Mietvertrag mit der Stadt Oschersleben. „Zudem werden die vorbereitenden baulichen Maßnahmen zurzeit ausgeschrieben“, teilt die Pressestelle des Landkreises weiterhin mit.

Im Diesterwegring befinden sich Grund- und Sekundarschule in unmittelbarer Nachbarschaft. Und auch die Grundschule wird energetisch saniert, die Fördermittel dafür überbrachte Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder im Dezember vergangenen Jahres. Im Laufe der grundhaften Sanierung, die im Februar 2020 beginnen soll und Ende April 2021 beendet sein muss, erhalten die Fassade, die Kellerdecken, die Decke über dem Obergeschoss sowie die Dachflächen des Schulgebäudes eine neue Wärmedämmung. Es werden neue Fenster eingesetzt, ebenso neue Außentüren. Zusätzlich wird ein neues Treppenhaus gebaut, das mit einem Aufzug ausgestattet ist. Die Heizung wird erneuert, es werden Lichtkuppeln eingebaut und die Beleuchtung LED-Technik umgestellt.

Gut 40 Prozent der Sanierungskosten übernehmen die EU und das Land Sachsen-Anhalt. Insgesamt stehen über das Förderprogramm „Stark III“ mehr als 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten der energetischen und allgemeinen Sanierung liegen bei knapp drei Millionen Euro. Während der Sanierung werden die Grundschüler und Hortkinder umziehen müssen. Als Ausweichquartier ist die Goethe-Grundschule angedacht.