Oschersleben l Der Stadtrat hatte im vergangenen Jahr das bislang nicht vermarktete Grundstück im Gewerbegebiet von Oschersleben dem Projektentwickler eyedexe verkauft. Diese Firma wiederum verkaufte das fertige Projekt an das Unternehmen Solarworld Bonn, die inzwischen mit der Umsetzung begonnen hat.

Auf dem 1, 4 Hektar großen Areal werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, etwa 2600 Solarmodule zu installieren. „Diese Module werden in Freiberg in Sachsen und in Arnstadt in Thüringen produziert. Es ist also ein rein deutsches Vorhaben“, betont der verantwortliche Projektleiter Olaf Jacob. Die Anlage wird eine Photovoltaik-Leistung von 750 KW, also 750.000 Kilowattstunden haben. „Um sich diese Zahl besser vorstellen zu können, kann auch folgende Rechnung aufgemacht werden: Eine Familie, die mit drei bis vier Personen in einem Einfamilienhaus wohnt, verbraucht im Jahr durchschnittlich 4500 bis 5000 Kilowattstunden Strom. Hoch gerechnet, könnte also das Oschersleber Solarfeld 166 Einfamilienhäuser mit sauberem Strom 30 bis 35 Jahre versorgen“, erklärt Olaf Jacob weiter.

Im Durchschnitt würden Verträge mit den hiesigen Energiedienstleister für 20 bis 25 Jahre geschlossen. Nach dieser Zeit würden die Solarmodule ihr Leben aber noch nicht ausgehaucht haben. Olaf Jacob geht momentan davon aus, dass das Oschersleber Solarfeld Ende Februar ans Netz gehen könnte. Solarworld wird übrigens die nächste Anlage in Wanzleben errichten.