Oschersleben l Die Stadt Oschersleben wird 1025 Jahre alt. Das Stadtjubiläum wird schon seit Jahresbeginn mit den verschiedensten Aktionen und Höhepunkten gefeiert. Bis zum Jahresende dürfen sich die Bürger auf weitere Highlights freuen.

Unter die Gratulanten hat sich nun auch der Feuerwehrverband Börde gemischt. Er schenkte der Stadt und ihren Bürgern einen Familientag. Dieser lockte gestern zahlreiche Besucher auf den Oschersleber Schützenplatz. Die Freiwilligen Feuerwehren der Region haben sich eine Menge zum Mitmachen und Anschauen einfallen lassen, um kleine und große Leute mit der vielschichtigen Arbeit der Feuerwehr vertraut zu machen.

Feuerwehrmann Andreas Uhde aus Remkersleben hatte seine Sägen im Gepäck und forderte die Gäste und auch Kameraden zu einem Wettbewerb heraus. Von einem Baumstamm sollten 3,5 Kiligramm schwere Scheiben abgeschnitten werden. Im Laufes des Nachmittags wurde die „schärfste“ Feuerwehrfrau und der „schärfste“ Feuerwehrmann gesucht. Die Wettbewerbsteilnehmer testeten ihre Geschmacksnerven mit Currywurst.

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Technik zum Anfassen

Jede Ortswehr hat sich auf besondere Art und Weise eingebracht. Etliche hatten ihre Technik-Veteranen zur Schau gestellt oder sorgten dafür, dass an diesem Tag niemand hungrig oder durstig nach Hause ging. Die Hornhäuser Kameraden waren für die Pommes zuständig, die Hohendodeleber hatten reichlich gebacken. Zuckerwatte und Eis fehlten ebenso nicht. Die Feldküche des DRK hatten Suppe und Gulasch im Angebot.

Die Kameraden aus Völpke/Badeleben um Ortswehrleiter Fabian Heidtmann nutzten den Familientag, um den Besuchern eindrucksvoll zu präsentieren, welch hochmoderne Technik ein ehrenamtlicher Feuerwehrmann beherrschen muss. „Wir haben unseren Rüstwagen I mitgebacht. Dieser hat Spezialtechnik an Bord. Wir üben hier gerade das Anwenden eines Spezialhebesatzes“, erklärt Fabian Heidtmann.

Mit dabei beim Familientag auch das Notfallbegleitteam Börde Süd. Marion Fruth berichtete, dass das Team von 16 Ehrenamtlichen dann Hilfestellung gibt, wenn Familien von schlimmen Ereignissen, die mit dem Tod einher gehen, betroffen sind. „Wir sind auch für Feuerwehrleute da, die nach besonders schweren Einsätzen Hilfe brauchen“, erklärt Marion Fruth.

Spiel und Spaß für alle

Spiel und Spaß gab es für die Kinder auf der Hüpfburg, mit Fahrräder oder Rollern der Verkehrswacht, aber auch beim Bogenschießen.

Im Vorfeld des Familientages hatte der Feuerwehrverband die Kameraden gebeten, Probleme und Fragen aufzuschreiben, die ihnen auf der Seele liegen. In einer Politikerrunde standen die Bürgermeister Benjamin Kanngießer (Oschersleben), der im übrigen die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte, Frank Frenkel (Obere Aller), Jörg Methner (Sülzetal), Fabian Stankewitz (Westliche Börde), Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU) und die ehemalige Landtagsabgeordnete der Partei Die Linke, Gudrun Tiedge, dem Kroppenstedter Feuerwehrmann Martin Tiedge Rede und Antwort. Einig sind sich die Politiker daran, dass zukünftig mehr getan werden müsse, um das besondere Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr mehr zu würdigen und Anreize zu schaffen, dass Kameraden gern Feuerwehrmänner oder -frauen sind. Ob Rentenpunkte oder Ermäßigung von Kita-Beiträgen –  die Politik ist auf allen Ebenen gefordert, Lösungen zu schaffen.

Mit 2620 Euro wurde der Familientag des Feuerwehrverbandes durch die „Partnerschaft für Demokratie Landkreis Börde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“.