Vier Anlagen auf Kroppenstedter Territorium geplant - Bau nicht vor 2017

Stadtrat stimmt Windrädern zu

Von René Döring

Der Kroppenstedter Stadtrat hat den Bau von Windrädern auf Flächen der Reithufenstiftung befürwortet. Doch werden dort frühestens im Jahr 2017 die vier geplanten Energieanlagen stehen. Und das auch nur, wenn der Bereich zu einem "Windeignungsgebiet" erklärt wird.

Kroppenstedt l Noch steht auf Kroppenstedter Territorium kein einziges Windrad. Darf es auch nicht. Und zwar weil hier noch kein Quadratmeter zu einem so genannten "Windeignungsgebiet" erklärt worden ist. Das könnte sich jedoch im Jahr 2015 ändern. Denn die dafür zuständige Regionale Planungsgemeinschaft Magdeburg hat nach Aussagen von Kroppenstedts Bürgermeister Dieter Willamowski in Aussicht gestellt, nord-östlich von Kroppenstedt eine an Westeregeln angrenzende Fläche zu einem solchen Eignungsgebiet für Windkraftanlagen zu erklären. Womit dann dort der Weg für den Bau von Windrädern frei wäre.

Vor diesem Hintergrund gibt es schon seit geraumer Zeit Kontakte zwischen der Kroppenstedter Reithufenstiftung und zwei Firmen, die Windräder bauen und betreiben. Denn die Flächen, um die es sich handelt, sind Flächen der Stadt Kroppenstedt und der evangelischen Kirche, die in der Reithufenstiftung zusammengefasst sind.

"Die ersten Gespräche mit diesen Firmen gab es im Jahr 2009", sagte der Bürgermeister jetzt während der jüngsten Ratssitzung, in der es darum ging, diesem Projekt, das bereits vom Kollatorenkollegium der Kroppenstedter Reithufen abgesegnet worden ist, zuzustimmen. Was der Stadtrat dann auch bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen getan hat.

In der Aussprache dazu waren einige Ratsmitglieder etwas irritiert, dass in der vorliegenden Vereinbarung der Reithufenstiftung mit den beiden besagten Firmen nicht nur von der ursprunglichen Fläche, auf der vier Windräder geplant sind, sondern von zwei, drei weiteren kleineren Flächen der Stiftung die Rede ist, auf denen die Firmen zwei, drei weitere Windräder bauen könnten.

"Wir sprechen über vier Anlagen, nicht mehr und nicht weniger", sagte Joachim Willamowski, der zudem von einer "sechsstelligen Summe" sprach, die die beiden Firmen der Stiftung jährlich zahlen würden, wenn sich diese Windräder drehen. "Damit haben wir die Möglichkeit, soziale, kulturelle oder auch sportliche Projekte in unserer Stadt zu finanzieren, was sonst nicht möglich ist", so der Bürgermeister.

Voraussetzung für all das sei jedoch, dass die Regionale Planungsgemeinschaft Magdeburg die geplanten Flächen zum Windeignungsgebiet erklärt. "Das wird frühestens 2015 passieren. Danach könnten die Firmen konkret planen und gegebenenfalls 2017 die Anlagen errichten", so Willamowski.