Großalsleben l Die ersten Vorboten waren Ende Januar in der Großalsleber Fabrikstraße aufgetaucht. Das waren einige Männer mit Motorsägen, die gut zwei Dutzend Linden abgeholzt und damit schon mal für Baufreiheit gesorgt haben. Und Ende vergangener Woche sind nun Bauleute gekommen, um reichlich Hinweisschilder in, vor und hinter Großalsleben aufzustellen. Die allesamt ankündigen, dass am Mittwoch mit der Sanierung der Fabrikstraße nebst Nebenanlagen begonnen wird. Sollte es in diesen Tagen nicht noch zu einer neuen Entscheidung kommen.

Weshalb es im Ort selbst einiges zu beachten gibt und die Durchfahrt gesperrt ist, also der Straßenverkehr über Krottorf/Hordorf umgeleitet wird. Was auch gleich genutzt wird, um in dieser Zeit zwischen Großalsleben und Oschersleben ein Brücke über die Espenlake zu erneuern.

Es ist eine Gemeinschaftsaktion der Stadt Gröningen, des Landes sowie des Trink- und Abwasserverband Börde, mit der in den nächsten Monaten in der Großalsleber Fabrikstraße diverse Versorgungsleitungen ersetzt beziehungsweise neu verlegt, die Fußwege und weitere Nebenanlagen saniert sowie die eigentliche Fahrbahn erneuert wird. Genau so wie das alles im vergangenen Jahr in der Großalsleber L 24-Umgehungsstraße, also in den Straßen Am Anger und Zum Mühlenberg passiert ist.

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Wobei diesmal die Stadt Gröningen weitaus tiefer in die eigene Tasche greifen muss, als bei bisherigen Straßensanierungen. Denn aufgrund neuer Entscheidungen des Gesetzgebers fallen bei Straßenbaumaßnahmen des Landes reichlich Zuschüsse für die Kommunen weg, die unter anderem für Fußwege, Straßenbeleuchtung und Regenwasserentsorgung zuständig sind.

Kosten: 900.000 Euro

Für das alles muss Gröningen nun bei der Sanierung der Großalsleber Fabrikstraße gut 900.000 Euro zahlen. Dafür hätte es nach alter Gesetzeslage bis zu 600.000 Euro Fördermittel gegeben. Nun fließen nur 105.000 Euro an die Kommune. „Wir werden in die Situation kommen, dass kommunaler Straßenbau ohne Kredite nicht mehr möglich ist. Zumal weitere Gelder fehlen, wenn die Straßenausbaubeiträge wegfallen. Wir sollten keine Angst davor haben, Schulden zu machen. Erst recht nicht, wenn es vom Land anscheinend so gewollt ist“, hatte Gröningens Bürgermeister Ernst Brunner schon vor einigen Wochen gesagt.

Der nun dennoch davon ausgeht, dass die in Großalsleben anstehenden Arbeiten zum großen Teil so ausgeführt werden, wie einst vorgesehen war. Möglicherweise werden vielleicht nicht alle Straßenlaternen durch neue ersetzt, aber diejenigen, die stehenbleiben, auf alle Fälle auf stromsparende LED-Technik umgestellt.

Ansonsten werden Straße, Gehwege und die anderen Nebenanlagen nach der Sanierung in dieser Straße genauso ansehen wie jetzt in der Umgehungsstraße. Auch werden hier am Ende der Arbeiten wieder etliche Bäume gepflanzt, wie der Bürgermeister ankündigt. „Allerdings nur dort, wo in der Erde keine Leitungen liegen.“ Um aber die abgesägten Bäume dennoch vollständig zu ersetzen, werden auch noch an anderen Stellen in Großalsleben zahlreiche Ersatzpflanzungen vorgenommen.