Oschersleben l Eigentlich sollte die K 1359, die Wilhelm-Heine-Straße, die in die Neindorfer Straße übergeht, längst eine Baustelle sein. Bereits 2019 wollte der Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung des Landkreises Börde mit der Sanierung begonnen haben. Eigentlich. „Die Maßnahme ist in das Jahr 2022 verschoben“, erklärt Karin Neuendorf, Leiterin des Eigenbetriebes Straßenbau und -unterhaltung. „Wir haben also ein weiteres Jahr Zeit, die Baumaßnahme zu planen.“

Inzwischen liege dem Eigenbetrieb die schriftliche Bestätigung der Stadt Oschersleben vor, dass im Zusammenhang mit der Sanierung der genannten Kreisstraße kein Kreisverkehr gebaut wird. In Vorbereitung der Baumaßnahme war diese Variante, die Ampelkreuzung Thälmannstraße/Wilhelm-Heine-Straße/Breitscheidstraße/Friedrichstraße) durch einen Kreisverkehr zu ersetzen, mit den Stadträten diskutiert, aber wieder verworfen worden. An dieser Stelle werde kein Kreisverkehr gewünscht.

Die Sanierung der Kreisstraße ist aber auch aus anderen Gründen bis in das Jahr 2022 verschoben. Die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) plant für 2021 die Fortsetzung der Sanierung der B 245 in Richtung Hornhausen. Damit würde der letzte Bauabschnitt im Stadtgebiet von Oschersleben ab dem Bahnübergang bis zur Brücke in Angriff genommen werden.

Dazu teilt Stefan Hörold, Regionalbereichsleiter Mitte der LSBB mit, dass in Abstimmung mit der Stadt Oschersleben zurzeit der Ausbau der Bundesstraße samt Nebenanlagen geplant werde. Dabei solle im Jahr 2020 die Genehmigungsplanung abgeschlossen und im zweiten Halbjahr 2020 die Erstellung der Ausführungsplanung und der Ausschreibungsunterlagen forciert werden. Die Planungen werden somit zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

„In Abhängigkeit der Finanzierung durch Bund und Stadt ist im ersten Quartal des nächsten Jahres die Ausschreibung der Bauleistungen vorgesehen, sodass ein Baubeginn im Frühjahr 2021 erfolgen kann. Seitens der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt und der Stadt Oschersleben wird im Vorfeld der baulichen Realisierung nochmal umfassend über die Baumaßnahme wie zum Bauablauf und Umleitungsführung informiert“, erklärt Stefan Hörold.

„Aktuell hat es zur Sanierung der Hornhäuser Straße erst eine Anlaufberatung gegeben. Sobald das Protokoll vorliegt, haben wir mehr Aussagekraft zum Projekt. Nach Auskunft der Tiefbauabteilung gibt es auch noch keine Aussagen zu den Kosten, die auf die Stadt Oschersleben zu kommen. Unser Eigenanteil muss dann in die Haushaltsplanung aufgenommen werden. Wie sich das Alles auch aufgrund der aktuellen Lageentwicklung gestalten wird, müssen wir sehen“, so Oscherslebens Pressesprecher Mathias Schulte.