Oschersleben l Der Verein „Freie Schule Oschersleben“ ist Träger der Freien Grundschule „Maria Montessori“ in Großalsleben. Der Vorstand dieses Vereins ist an den Kreisvorstand der Awo mit der Bitte der Verschmelzung herangetreten. „Dieses Ansinnen haben wir im Vorstand gewissenhaft geprüft und sind zu der Überzeugung gekommen, dass die Verschmelzung für die Entwicklung des Awo-Kreisverbandes und auch für die Entwicklung der Freien Grundschule „Maria Montessori“ nur von Vorteil sein kann“, erklärt Awo-Vorstandsvorsitzender Andreas Schmidtgen. „Der Beschluss zur Verschmelzung wird den Bestand der Schule langfristig sichern“, ist der Awo-Vorstandschef überzeugt.

Vor 15 Jahren haben Elternvertreter die Schule in Großalsleben aufgebaut und dafür den Trägerverein „Freie Schule Oschersleben“ gegründet. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.

Von jeher haben Schulträgerverein und die Awo in Oschersleben eng zusammengearbeitet. Erst recht, da zahlreiche Montessori-Schüler vor ihrer Schulzeit die Awo-Kita „Wawuschel“ besuchten. Und die Elterninitiative einst in der Kita die Schule samt Trägerverein gründeten. „Wir haben schon damals uns gegenseitig unterstützt und auch die Arbeit der Schule fachlich begleitet“, so Andreas Schmidtgen. Mit der Verschmelzung würde die ohnehin schon enge Zusammenarbeit und der fachliche Austausch zwischen Schule, Hort und Kindertagesstätten noch weiter ausgebaut. „Wir versprechen uns von der Verschmelzung ebenso Synergieeffekte für unsere weitere Arbeit in den Schulen, vor allem in Barneberg, wo wir Träger des Hortes sind“, meint Schmidtgen. Während einer Präsentation für die Kreiskonferenz stellten der Awo-Vorstand und der Vorstand des Schulträgervereins die gute Entwicklung der Schule in den vergangenen 15 Jahren dar.

Verwaltungsarbeit nimmt zu

Ein Grund der Verschmelzung werde auch in der komplizierter gewordenen Verwaltung der Schule und den vielen neuen Anforderungen der Betriebsführung gesehen. „Wir als größerer Verband haben viel mehr Möglichkeiten als ein ehrenamtlich tätiger Trägerverein“, meint Andreas Schmidtgen. Der Vorstand des Schulträgervereins arbeitet weiter wie bisher. „Das ist uns sehr wichtig“, so Schmidtgen.

Nach dem positiven Awo-Vorstandsbeschluss vom 22. Juni gab auch die Kreiskonferenz am 16. August grünes Licht für den Verschmelzungsprozess. Dieser wurde im Übrigen notariell begleitet und zieht auch eine Änderung im Vereinsregister nach sich.

An der Struktur und der Arbeit der Schule samt Hort werde sich nichts ändern. Das gelte auch für die acht Mitarbeiter plus Honorarkräfte. Im Schnitt werden 60 bis 65 Kinder auch weiterhin die Schule besuchen.