Sommerschenburg l Den Hahn bis zum Anschlag geöffnet – und doch kommt kein Wasser. So ist es seit Jahresanfang mehrfach passiert. „Es kam wiederholt vor, dass in Sommerschenburg kein Wasser mehr aus der Leitung floss“, bestätigt der TAV. „Teilweise waren auch die Orte Sommersdorf und Marienborn betroffen.“ Die Ursache sei Materialermüdung: „Die über 50 Jahre alte Trinkwasserleitung aus DDR-Zeiten in der Gneisenaustraße hielt nicht mehr stand, auch mehrere Reparaturversuche scheiterten.“ Die ständige Versorgungssicherung mit Trinkwasser war nicht mehr gegeben.

Der TAV Börde entschied daher, die ohnehin schon geplante Baumaßnahme der Leitungssanierung in der Gneisenaustraße vorzuziehen. „Daher erfolgt derzeit die Sanierung in zwei Bauabschnitten“, teilt der Verband mit. „Im ersten Bauabschnitt wurden bereits 110 Meter PE-Rohre verlegt.“ Dies erfolge per „besonderer Bauweise“, dem sogenannten Inlining-Verfahren.

Wasserversorgung gewährleistet

Dabei werden mehrere kurze Notleitungsabschnitte verlegt und eine neue Trinkwasserleitung in die alte eingezogen. „Mit dieser Methode ist das vollständige Aufgraben der Straße nicht erforderlich, eine stete Wasserversorgung der Bewohner in der Straße jedoch gewährleistet“, heißt es vom TAV. Lediglich vereinzelt werden Kopflöcher gebohrt, um die Enden der Leitung zu verbinden und die Hausanschlüsse herzustellen. Für die nächste Woche ist laut TAV die Fortführung der Sanierung mit dem zweiten Bauabschnitt avisiert. Zuständig sei eine vom TAV beauftragte Firma für Rohrleitungsbau.

„Da von dieser Leitung die Orte Sommerschenburg und Sommersdorf versorgt werden und diese bei einem Defekt somit komplett auf dem Trockenen liegen würden, wurde in der Magdeburger Siedlung zusätzlich eine durchgehende Notleitung oberirdisch hergestellt“, teilt der TAV mit. „Damit wurde die Trinkwasserversorgung der betroffenen Ortslagen gesichert.“ Die unterirdische Verlegung dieser Leitung werde im Herbst erfolgen.