Oschersleben l Wer sich ein Einfamilienhaus in Oschersleben kauft, bezahlt im Durchschnitt rund 150.000 Euro. Dies wurde vom Marktforschungsinstitut Empirica im Auftrag der Landesbausparkasse (LBS) ermittelt. Mehrere hundert Immobilienexperten der LBS und der Sparkassen seien bei dieser Studie befragt worden, teilt Thomas Thiet, Pressesprecher der LBS-Ost mit. Im Vergleich zum Vorjahr seien laut Studie die Preise für Eigenheime aus zweiter Hand um 25 Prozent gestiegen. Gebrauchte Reihenhäuser liegen bei 80.000 Euro.

Preise sind gestiegen

Für Baugrundstücke, die bereits erschlossen sind, zahlen Interessenten im Schnitt 55 Euro pro Quadratmeter. Je nach Lage liegen die Preise zwischen 30 und 95 Euro. In der Studie wurden Daten für gebrauchte und neue Immobilien erhoben. Neue Reihenhäuser und Eigentumswohnungen wurden hierbei jedoch nicht erfasst. Das liege laut Ariane Greiner vom Zentralen Vertriebsmanagement der LBS Ost daran, dass Oschersleben im Vorjahr noch nicht im Immobilienspiegel erfasst wurde.

Kerstin Emma Tiede ist Gebietsleiterin der LBS. Sie ist unter anderem auch für Oschersleben zuständig und war an der bundesweiten Preisübersicht beteiligt. Sie geht davon aus, dass es durch die Corona-Krise keine Preisschübe bei den Immoblien geben wird. Auf der anderen Seite wird laut Tiede der Immobilienmarkt aber auch nicht einbrechen. „Die Nachfrage nach Wohneigentum wird aber weiter anziehen, darum rechne ich auch nicht mit einem Preisverfall“, so Tiede.

Wer mit dem Gedanken spielt, eine gebrauchte Eigentumswohnung zu erwerben bezahlt laut Studie ungefähr 600 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Preise nicht gestiegen.

Nachfrage weiter hoch

Beim Webportal Immobilenscout 24 liegt der Kaufpreis im ersten Quartal dieses Jahres für eine gebrauchte Eigentumswohnung in Oschersleben im Durchschnitt bei rund 899 Euro für den Quadratmeter. In dem Internetportal stieg der Preis seit 2016 leicht an. Die Kaufpreisentwicklung bei Häusern stieg hingegen stetig an. Laut Internetportal verteuerten sie sich im Laufe der letzten vier Jahre um 29 Prozent. Für den Quadratmeter lag der Angebotspreis bei rund 1234 Euro.

Stetige Steigerung

Auch bei der Stadt gibt es eine steigende Nachfrage nach Bauplätzen für Einfamilienhäuser. „Wir haben im Monat zwischen 10 und 15 Anfragen für Oschersleben“, sagt Edith Sander, Mitarbeiterin im Sachgebiet Planung. Hinzu kommen fünf bis acht Anfragen für die Ortsteile der Stadt. So wird momentan das Baugebiet „Vor dem Kirchental“ in Emmeringen erschlossen. Laut Edith Sander seien hier die Bauplätze schon zu 95 Prozent vergeben.Auch im Sanddornweg und an der Umgehungsstraße werden derzeit Baugebiete vorbereitet. Außerdem gibt es in Beckendorf, Neindorf, Klein Oschersleben und Hadmersleben Neubaugebiete, die teilweise für den Bau von Eigenheimen vorbereitet werden. Die Corona-Krise habe laut Sander keine Auswirkungen auf die Nachfrage nach Baugebieten.