Hadmersleben l Von außen präsentiert sich der Neubau neben dem Grün des Hadmersleber Sportplatzes tatsächlich schon als richtige Sporthalle. Noch im Frühjahr ragte ein Stahlgerippe in den Himmel. Mittlerweile stehen auch die Anbauten für Sozialtrakt und Geräteräume. Außerdem sind Fenster und Türen montiert. „Das Gebäude ist damit verschlusssicher“, erklärt Bauleiter Michael Dietrich vom ausführenden Stahlbauunternehmen aus Staßfurt.

Seit gut vier Wochen nun laufen bereits die Arbeiten für den Innenausbau. An der mit großen Oberlichtern versehenen Decke der Sporthalle wurden große, rechteckige Heizkörper installiert. „Diese strahlen die Wärme auf den Fußboden und dieser gibt sie an die Umgebung weiter“, erklärt der Diplom-Ingenieur. Richtig warm wie im heimischen Wohnzimmer soll es hier am Ende sowieso nicht werden, „hier wird ja Sport getrieben“, begründet Dietrich.

Mehr als 250 Sportler werden Halle nutzen

Trotzdem sieht die künftige Sporthalle aktuell aus wie eine Werkshalle. In etwa vier Wochen soll mit der Verblendung begonnen werden. Dann werden neben dem mehrlagigen und elastischen Sportfußboden auch die Wände mit sogenannten Prellwänden versehen. Danach folgen klappbare Sprossenwände sowie die Verankerung für Tore und Netze für Badminton und Volleyball. Den Part für die sportliche Ausstattung übernimmt dann ein Fach-Unternehmen aus Oberbayern.

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Außerdem müssen Schwingtore für die Geräteräume installiert werden. Neben den Abstellplätzen wird ein sogenannter Regieraum entstehen. Von hier aus werden künftig Licht, Heizung und Audioanlage geregelt.

Mehrere Gewerke zugange

Derzeit sind mehrere Gewerke im Sozialtrakt beschäftigt. Die Arbeiter verlegen Rohre für die Fußbodenheizung, setzen Wände aus Trockenbau, verlegen Elektroleitungen, bauen die Lüftung und installieren Wasserohre. „Im September kommt der Estrich“, erklärt der Bauleiter und fügt hinzu: „Trotz der Probleme, die ein solch großes Projekt naturgemäß mit sich bringt, liegen wir im Plan.“ Sollte alles weiter so laufen, wie bisher, könnte die Halle Ende des Jahres fertig sein.

Mehr als fünf Jahre ist es her, als die Planungen für den Mega-Bau starteten. Etliche Papiere mussten gewälzt, Fördermittelanträge ausgefüllt, teils wieder verworfen und neu gestellt werden. Viele Unwegsamkeiten galt es, aus dem Weg zu räumen. Und die Ehrenamtler mussten erst einmal in die Rolle eines Bauherren hineinwachsen.

Kosten rund 2,6 Millionen

Rund 250 Vereinsmitglieder werden in den Genuss der neuen Halle kommen. Allein zehn Fußballmannschaften sowie Tischtennis-Spieler, Volleyballer, Leichtathleten, Gymnastikfrauen und die Kindersportler sollen hier trainieren. Aber auch die Handballer des LSV 90 Klein Oschersleben sollen hier ihre Heimstatt finden, und zwar nicht nur um zu trainieren, sondern auch Ligaspiele bestreiten zu können. Und um die Halle wettkampftauglich zu bekommen, soll auch eine große Tribüne eingebaut werden. Ferner sollen die Bogenschützen der Schützengesellschaft Hadmersleben in der Halle üben.

Die Kosten für den Bau werden mit rund 2,6 Millionen Euro angegeben, wovon das Land rund 80 Prozent fördert. Die Stadt Oschersleben will jährlich einen Betriebskostenzuschuss von 40 000 Euro beisteuern.