Druxberge l „Es war eine Nikolausüberraschung, und wir haben bis heute nicht herausgefunden, wem wir sie zu verdanken haben“, sagt Christina Senf, Leiterin der evangelischen Kita „Unterm Regenbogen“ Druxberge. Und weiter: „Hoffentlich liest die Spenderin diesen Zeitungsartikel, denn wir möchten uns nun auf diesem Weg herzlich bei ihr bedanken. Sie hat uns Erzieherinnen und den Kindern damit eine riesengroße Freude bereitet.“

In der ersten Dezemberwoche habe morgens ein großer schwarzer Sack vor der Tür gestanden, berichtet Christina Senf. Angehängt war ein Zettel: „Liebe Grüße vom Nikolaus und von einer Omi, die beim Nähen geholfen hat.“ Gleiches widerfuhr nach Volksstimme-Informationen den Kitas „Bördekäfer“ in Drackenstedt, „Bussi Bär“ in Groß Rodensleben und „Ria Runkel“ in Klein Wanzleben. „Als ich den Sack geöffnet habe, sind mir vor Rührung die Tränen gelaufen“, erzählt Christina Senf. „Zu sehen waren wundervolle, einzigartige Kissen, jedes für sich ein kleines fantasievoll gestaltetes Kunstwerk. Ich holte die Kolleginnen, und diese waren genauso sprachlos wie ich.“

Pflegehinweis, aber kein Name

Die offenbar leidenschaftliche Handarbeiterin hat auch nicht vergessen, auf die Pflege hinzuweisen: Waschmaschine ja, Trockner nein, ist dem Zettel zu entnehmen. Und sie habe sich damit auch nicht in Unkosten gestürzt: „Das sind alles alte Stoffreste.“ Nur ihren Namen nennt die emsige Näherin nicht.

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Das Rätsel um die Nikolaushelferin wird wohl ebenso ungelöst bleiben wie die Frage, warum ausgerechnet die genannten Einrichtungen von ihr beschert wurden. „Aber ich kann damit gut leben, dass es ein Geheimnis bleibt“, sagt Ria-Runkel-Leiterin Madeleine Hinkel. „Auch wir haben natürlich sehr gerätselt und uns über die Heimlichkeit in der Weihnachtszeit gefreut. Die Kinder waren total begeistert.“