Umbenennung

Ummendorfs Bürger sollen über neuen Ortsnamen mit Zusatz „Börde“ befragt werden

Von Ronny Schoof

Ummendorf

Wenn, dann soll es der Bindestrich sein, der Ummendorf künftig auch im Ortsnamen an die Börde koppelt. Keine Klammer und kein Schrägstrich, sondern Ummendorf-Börde. Darauf hatte sich der Gemeinderat jüngst verständigt. Nächster Schritt hin zur Namenserweiterung ist nun eine Bürgerbefragung. Wie diese vonstatten gehen soll, will der Rat kommende Woche festlegen.

Reinhard Falke favorisiert Hauspost-Variante

Drei Optionen werden für die Befragung in Betracht gezogen:

1. eine separate, aber terminlich mit der Landtagswahl am 6. Juni verknüpfte Abstimmung

2. eine Art Umlaufverfahren, in dem die Stimmzettel an alle Haushalte per Postwurf verteilt werden und eine Abgabefrist gesetzt wird

3. ein unmittelbarer (und somit verbindlicher), gesetzlich geregelter Bürgerentscheid parallel zur Bundestagswahl im September.

Bürgermeister Reinhard Falke favorisiert Variante Nummer zwei: „Ich werde dem Gemeinderat die Vorgehensweise mit der Hauspost empfehlen. Sie erscheint mir am sinnvollsten und praktikabel in der Umsetzung.“

Bürger kreuzen Ja oder Nein an

In jedem Fall geht aus der Fragestellung ein klassisches Ja-oder-Nein-Votum hervor. Die Ummendorfer sollen beantworten, ob sie der Änderung des Gemeindenamens „Ummendorf“ in „Ummendorf-Börde“ zustimmen. Vorausgegangen war alldem die Überlegung, sich aus Gründen der Regionalverbundenheit und touristischen Wirkung einen Zweitnamen in Platt- beziehungsweise Niederdeutsch zuzulegen. Da das Wort Börde niederdeutschen Ursprungs ist, hatte sich der Gemeinderat im Februar mehrheitlich für das Börde-Anhängsel ausgesprochen und zugleich andere Vorschläge wie „Ummendorp an de Aalder“ verworfen. Reinhard Falke hatte außerdem argumentiert, dass durch den Zusatz weniger Verwechslungsgefahr mit den beiden Ummendorfs in Süddeutschland bestünde.

Die Anhörung der Einwohner zu der Sache ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, so steht es im Kommunalverfassungsgesetz. Die Befragung wird sich demnach an alle Bürger im Alter ab 16 Jahren richten, deren Hauptwohnsitz Ummendorf seit mindestens drei Monaten ist.

Anders als beim Bürgerentscheid, ist das Ergebnis der Bürgerbefragung für den Gemeinderat nicht bindend. „Bei einer entsprechenden Beteiligung werden wir uns aber nicht über den Bürgerwillen hinwegsetzen“, so Reinhard Falke.