Ordnungssünder erwarten 50 bis 100 Euro Geldstrafe - Grünschnittabfuhr ist kostenlos

Umweltamt ermahnt: Kompostieren statt Verbrennen

Von Sabrina Trieger

Das schöne Herbstwetter am Wochenende sowie auch in den kommenden Tagen lässt Gartenfreunde nochmal zur Hochform auflaufen. Doch der Baumschnitt darf nicht mehr verbrannt werden. Das Umweltamt rät zur kostenlosen Kompostierung.

StadtWanzleben-Börde l Die Rauchschwaden der kleinen Gartenfeuer sind längst passé, darauf machte aus aktuellem Anlass (das schöne Gartenwetter) das Umweltamt des Landkreises noch einmal aufmerksam.

Wer trotz des Verbotes dennoch seinen Baumschnitt auf seinem Grundstück verbrennt, der kann mit Geldstrafen zwischen 50 und 100 Euro rechnen. "Die meisten Gartenbesitzer halten sich bereits an das Verbrennungsverbot", erklärt Umweltamtsleiter Dieter Torka. Allerdings gebe es auch Ausnahmen. In den Monaten September und Oktober wurden im Landkreis vier Fälle zur Anzeige gebracht. Die Umweltsünder müssen nun mit Geldstrafen bis zu 100 Euro rechnen. Die Höhe der Geldstrafe komme auf den Umfang des Feuers an, bei dem derjenige erwischt wurde. In diesem Jahr war lediglich vom 1. März bis 15. April dass Verbrennen von Gartenabfällen erlaubt.

Dieter Torka: "Ob nächstes Frühjahr noch einmal in dieser Zeit verbrannt werden darf, wissen wir derzeit noch nicht. Wir stehen diesbezüglich in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium." Das Umweltamt verwies aus diesem Grund auf die verschiedenen Möglichkeiten der umweltgerechten Entsorgung (siehe Informationskasten). Nach Meinung des Umweltamtes erübrige sich damit das Verbrennen des Grünschnittes. Damit hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Schwierigkeiten gegeben, da durch die Feuchtigkeit im Herbst und Frühjahr starke Rauchentwicklungen entstanden, die immer wieder zu Belästigungen führten. Erlaubt sind gegenwärtig nur noch so genannte Brauchtumsfeuer, wie zum Beispiel zu Ostern, die bei den Behörden auch angemeldet werden müssen, wenn sie nicht auf privatem Grund stattfinden. Sollte dies der Fall sein und das Brauchtumsfeuer ist eigentlich nur ein getarntes Gartenfeuer, dürfte es ebenfalls Ärger mit dem Amt geben. Erst im September dieses Jahres war eine Studie des Landesamtes für Umweltschutz veröffentlicht worden (Volksstimme berichtete), wonach der Rauch von Gartenfeuern mehr giftige Schadstoffe enthält als bisher angenommen. Gesundheitsgefahren bestehen dabei vor allem für Gärtner, die sich direkt neben solchen Feuern aufhalten. Acht von 14 Landkreisen und kreisfreien Städten haben die Gartenfeuer bereits gänzlich untersagt. So zum Beispiel auch in Magdeburg, wo das Verbot bereits seit Jahren gilt und sich die Kleingärtner am Stadtrand bereits an die Kompostierung gewöhnt haben.