Oschersleben l Drei Tage lang wurde Familien, Vereinen, Gruppen und Unternehmen die Gelegenheit geboten, sich sportlich an der Waffe am Schießstand Am Pfefferbach zu messen. Mit einem Kleinkalibergewehr wurde aus 50 Metern Entfernung auf die Zielscheiben geschossen. Wer wollte, konnte sich auch mit dem Großkalibergewehr ausprobieren und auf eine 100 Meter entfernte Zielscheibe schießen. „Mit der Teilnahme können wir zufrieden sein“, sagt Ralf Gottschlich. Mehr wollte er allerdings nicht verraten. Denn die besten Teams sollen am Sonntag während des Frühschoppens auf der Burg mit einem Pokal geehrt werden.

Doch bis dahin kann im Rahmen des diesjährigen Volks- und Schützenfestes einiges erlebt werden. So ruft der Präsident zur Teilnahme am Volksschießen auf, das am Sonnabend, 15. Juni, um 10 Uhr beginnt und bereits um 12 Uhr beendet sein wird. Laut Gottschlich kann sich dabei erstmalig im Bogenschießen gemessen werden. Außerdem steht der Wettbewerb mit einem Kleinkalibergewehr zur Auswahl. „Sowohl im Bogenschießen als auch mit der Kugelwaffe werden am Ende ein Volkskönig, eine Volkskönigin sowie ein Kinderkönig ausgeschossen“, erklärt der Vereinschef.

Großer Jubiläumsball

„Im Rahmen des 1025. Stadtgeburtstages beginnt ab 20 Uhr unser großer Jubiläumsball mit Musik und Tanz auf der Burg“, berichtet Ralf Gottschlich weiter. Wer mitfeiern will und noch keine Tickets hat, sollte sich pünktlich zum Veranstaltungsbeginn einfinden. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

Am Sonntag, 16. Juni, treffen sich die Schützen um 9.30 Uhr an der Burg, um mit befreundeten Vereinen und Gästen aus der Bevölkerung den Einmarsch vorzubereiten. Dieser soll um 9.30 Uhr erfolgen. „Danach führen wir unsere Krönungen des Volkskönigs und der Schützenkönige 2019 durch“, verriet der Präsident. Im Anschluss erfolgt der Startschuss für den Frühschoppen mit dem Freibier der Könige, einem zünftigen Schützenfrühstück und Musik.

Seit Jahrhunderten in Oschersleben

Das Volks- und Schützenfest gehört schon seit Jahrhunderten zu Oschersleben, „allerdings mit mehrjähriger Unterbrechung in einer Zeit, in der dieses Traditionsfest nicht erwünscht war“, sagt Vereinschronistin Karola Herbert. So sei die Veranstaltung weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gewesen, „und zwar als eines der wenigen Schützenfeste, welche gemeinsam von Stadt, Schützenverein und Bevölkerung durchgeführt wurden“, fügt Zeremonienmeister Wolfgang Herbert hinzu.

Als Beschützer Oscherslebens wie beispielsweise als Schützengilde um das Jahr 1544 oder später als Bürgerwehr waren die Vorfahren des heutigen Bürgerschützenvereins maßgeblich an der Entwicklung der Stadt beteiligt. Heutzutage sei der Bürgerschützenverein ein Traditions- und Sportverein. Karola Herbert: „Wir fühlen uns nicht nur der Tradition verpflichtet, sondern sehen uns als Sportler, welche den Schießsport im Rahmen von Wettkämpfen ausüben.“