Oschersleben l Der Eigenbetrieb Straßenbau und -unterhaltung des Landkreises Börde plant für das Jahr 2019 Straßenbaumaßnahmen entlang der Kreisstraßen und Brücken von rund 3,2 Millionen Euro. Auch die Stadt Oschersleben wird von den geplanten Vorhaben profitieren.

So verkündete der Eigenbetrieb noch im alten Jahr, dass die K 1359, die Wilhelm-Heine-Straße, die in die Neindorfer Straße übergeht, voraussichtlich noch 2019 saniert werden soll. Zumindest solle der Bau noch in diesem Jahre beginnen, teilte der Eigenbetrieb auf Volksstimme-Nachfrage mit. Insgesamt steht im Investitionsplan für diese Maßnahme eine Summe von 950 000 Euro, der Eigenanteil würde für den Eigenbetrieb bei 190 000 Euro liegen.

Keine weiterführende Planung

„Im Zusammenhang mit der Sanierung der genannten Kreisstraße in Oschersleben wurde die Variante, die Ampelkreuzung Thälmannstraße/Wilhelm-Heine-Straße/Breitscheidstraße/Friedrichstraße) durch einen Kreisverkehr zu ersetzen, besprochen. Eine weiterführende Planung liegt im Augenblick allerdings noch nicht vor“, auch das wurde der Volksstimme vor wenigen Tagen mitgeteilt. Die Redaktion hatte auch deshalb noch einmal nachgefragt, weil nach dem ersten Bericht (Volksstimme vom 8. Dezember) über die geplanten Baumaßnahmen des Eigenbetriebes und der darin erwähnten Möglichkeit des Bau eines Kreisverkehres an der genannten Kreuzung, Leser in der Redaktion anriefen und ihren Unmut über den Kreisverkehr zum Ausdruck brachten. „An dieser Stelle braucht kein Mensch einen Kreisverkehr. Dieser wäre in der Schermcker Straße viel sinnvoller. Seit dem Tunnelbau hat sich an der Verkehrslage nichts geändert. Immer wieder kommt es wegen der Ampel zu Staus. Mit einem Kreisverkehr würde sich dieser schneller auflösen“, ist Rainer Mock aus Wulferstedt überzeugt. Für viele Bürger sei es nicht nachvollziehbar, dass im Zuge des „Tunnel“-Baus nicht gleich die Kreuzung Schermcker Straße/Anderslebener Straße/Magdeburger Straße/Friedrichstraße zum Kreisverkehr ausgebaut worden ist.

Andreas Boehle, Fachbereichsleiter des Regionalbereiches Mitte der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, und auch Annegret Stertz,Leiterin der Tiefbauabteilung der Stadtverwaltung Oschersleben, bestätigen, dass der Kreuzungsausbau zu keiner Zeit Gegenstand der Planungen für den Bau der Eisenbahnüberführung waren. Das Planfeststellungsverfahren hätte ausschließlich den Bau des Tunnels und der Nebenanlagen sowie das Umverlegen zahlreicher Ver- und Entsorgungsleitungen umfasst und endete sozusagen vor besagtem Kreuzungsbereich. Im Rahmen des Eisenbahnkreuzungsgesetzes seien Stadt und LSBB, die im Namen des Bundes für die Bundesstraßen, in diesem Fall ist es B 246, agiert, am Bauvorhaben beteiligt gewesen.

Erhebliche Probleme mit Ampelanlage

Nach Fertigstellung der Eisenbahnüberführung habe es bekanntlich eine erhebliche Zeit Probleme mit der Lichtsignalanlage im Kreuzungsbereich Schermcker Straße/Anderslebener Straße/Magdeburger Straße/Friedrichstraße gegeben. In diesem Zusammenhang habe die Landesstraßenbaubehörde eine Studie über die Kreuzung erarbeitet. „Im Ergebnis musste festgestellt werden, dass ein Kreisverkehr keine ideale Lösung für die Kreuzung wäre. Problematisch ist der Radfahrer- und Fußgängerverkehr, der ja um den Kreisverkehr herum geführt werden müsste. Aktuell würden wir einer neuen Variante des Ampelverkehrs den Vorzug geben“, erklärt Andreas Boehle.

Andererseits würde die Kreuzung weiter „unter Beobachtung“ stehen und erst später solle endgültig entschieden werden, wie dieser Knotenpunkt ausgebaut wird.

„Vor 2022 werde diese Entscheidung nicht gefällt, denn zunächst baut der Landkreis Börde 2019 die Kreisstraße 1359 aus, haben wir den letzten Bauabschnitt der Hornhäuser Straße mit Überquerung der Bahngleise noch vor uns sowie die Sanierung eines Teilstückes der Schermcker Straße. Erst dann würden wir uns wieder mit besagter Kreuzung beschäftigen“, erklärt Andreas Boehle.