Renate Rewwer aus Domersleben stellt in der Wanzleber Bibliothek aus

Wenn Patchwork zur Leidenschaft wird

Von Constanze Arendt

Wanzleben/Domersleben. Schon als kleines Kind hat Renate Rewwer ihrer Mama bei Handarbeiten auf die Finger geschaut, später fand sie selbst Interesse. Als ihre Kinder noch klein waren und sie noch in Osnabrück lebte, strickte, häkelte und stickte sie nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern gab ihr Wissen auch in Volkshochschulkursen und in ihrem kleinen Handarbeitsladen an andere weiter. Renate Rewwer blieb offen für Neues und probierte immer wieder neue Handarbeitstechniken aus.

So führte sie, nachdem sie 1997 in Domersleben heimisch geworden war, ihr Weg auch in die Wanzleber Volkshochschule. Hier traf sie auf Erika Koch, die hier seit vielen Jahren Patchwork-Kurse leitet. Und so wurden Patchworkarbeiten für Renate Rewwer, die einst als Justizfachangestellte arbeitete und nun den Ruhestand genießt, zur Passion. Zahlreiche Arbeiten in verschiedenen Techniken sind entstanden und immer wieder wird ihr besonderes Auge für die Verbindung passender Farben deutlich. "Eigentlich könnten wir noch zwei Ausstellungsräume füllen", sagte Erika Koch in ihrem Grußwort, als Renate Rewwer am Donnerstag ihre erste Ausstellung in der Wanzleber Stadt- und Kreisbibliothek eröffnete.

Bis zur letzten Minute hatte Renate Rewwer gearbeitet, weil sie noch einige Arbeiten fertigstellen wollte. Ihre Nachbarn hatten sie sogar öfter auf dem Hof vermisst. Ihr Patchwork-Bild "Licht aus dem Dunkeln" war erst am vergangenen Sonntag fertig geworden. Und auch der Sohn und die Tochter müssen jetzt bis Ende August auf Unikate in ihrer Zimmereinrichtung verzichten. Denn sowohl die Tagesdecke im Rosendesign und das schwarz-weiße Wandbild sind vorübergehend zu Ausstellungsobjekten geworden.

Nicht alle Stücke, die Renate Rewwer genäht hat, sind in ihrem Besitz geblieben, denn oft sagt sie auch in den Kursen, wie Erika Koch verriet, dass sie mal wieder ein Geschenk braucht. So konnten sich auch schon einige Verwandte über eine schöne aufwändige Handarbeit freuen.

Die Ausstellung in der Stadt- und Kreisbibliothek - übrigens die 39. in diesen Räumen - kann zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.