Sülldorf l 40 Feuerwehrleute gehörten Ende September zum deutschen Team bei den Weltmeisterschaften der Feuerwehren im südkoreanischen Chungju – einer von ihnen war der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Sülldorf, Brandmeister Mike Höpfner.

Hauptberuflich ist Höpfner Oberbrandmeister bei der Berufsfeuerwehr in Magdeburg. „Mit fünf weiteren Kameraden aus Magdeburg bin ich nach Südkorea geflogen“, berichtet Höpfner, „das waren mittlerweile schon die achten Spiele, bei denen ich dabei war.“

Vom Speerwurf bis zur Staffel

Gestartet wird in Einzel- und Teamwettbewerben. Bei insgesamt sieben Disziplinen ging Höpfner an den Start. In der Abteilung „Leichtathletik“ beim Speerwurf, Hochsprung, 3000-Meter-Hindernis-Lauf, 800- und 1500-Meter-Lauf und der Staffel.

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In der Abteilung „Feuerwehr-Disziplinen“ beim „Treppenlauf“. „Das war bei Weitem keine gemütliche Treppe, sondern ein anstrengender Wechsel zwischen Treppen und blankem Felsen – dabei mussten wir 400 Höhen-Meter bewältigen.“

Fünf Mal Training pro Woche

Höpfners Bilanz nach zwei Wettkampftagen: zweiter Platz beim 1500-Meter-Lauf, beim Speerwurf und beim Hochsprung, dritter Platz beim 800-Meter-Lauf und mit der Staffel und vierter Platz beim Hindernis-Rennen sowie achter Platz beim Treppenlauf.

Diese Platzierung fallen natürlich nicht vom Himmel. Höpfner trainiert bis zu fünf Mal pro Woche, mindestens eine Stunde lang. „Das macht Spaß. Ich brauche das aber auch als Ausgleich“, verrät er. Im Rahmen seines Jobs als Feuerwehrmann gebe es aber natürlich auch gewisse Freiräume, um sich fit zu halten.

Seit 1993 engagiert

Schon früh, in seiner Jugend, begann Höpfner bei den Brandschützern. Dann fragte ihn 1993 der damalige Bürgermeister von Sülldorf, ob er es sich nicht vorstellen könne, Ortswehrleiter zu werden.

„Damals habe ich dann Ja gesagt und mich fast parallel bei der Berufsfeuerwehr in Magdeburg beworben – und das hat dann auch geklappt.“ Ganz so einfach sei das allerdings nicht gewesen. Zuvor durchlief Mike Höpfner einen Sport- und einen Allgemeinwissentest, eine feuerwehrspezifische Prüfung, ein Gespräch mit dem Amtsleiter und einen medizinischen Check.

Reise durch Südkorea

In Südkorea habe er zusammen mit seinen deutschen Kameraden natürlich auch abseits des Sportevents ein wenig Sightseeing gemacht. „Wir haben uns unter anderem das japanische Meer angeschaut und einen Nationalpark besucht“, erzählt rückblickend Höpfner, „natürlich waren wir auch koreanisch essen, immer auf den Knien. Das Essen war sehr gemüselastig und auch unheimlich scharf. Oft hatten wir dann da so viele, kleine Schüsseln vor uns stehen, dass wir gar nicht mehr wussten, was in jeder einzelnen drin ist.“

Drei der Kameraden von Höpfner sind bei dem Wettkampf „Toughest Firefighter Alive“ (zu deutsch: Härtester Lebender Feuerwehrmann, TFA) gestartet, dem Königswettkampf unter den Feuerwehrleuten. Vier Disziplinen stehen dabei an: eine Wand hochklettern, ein Treppenlauf, Schläuche-Ausziehen und das Ziehen eines Menschendummies (80 Kilogramm schwer).

Komplett selbst finanziert

Am Ende standen beim TFA ein dritter und ein elfter Platz. „Ein hervorragendes Resultat“, freut sich Höpfner, „toll wäre es, wenn wir ein wenig Unterstützung bei dieser Art des Wettkampfes bekämen. Momentan müssen wir das komplett selbst finanzieren.“