Oschersleben l Der Bebauungsplan ist erstellt und damit wird es offiziell. Der Bauausschuss des Stadtrates Oschersleben beschäftigte sich kürzlich mit dem „Wohnpark Stadtmühle“. Das Projekt steckt noch in den Anfängen, die Mitglieder des Bauausschusses gaben grünes Licht für die Auslegung des Bebauungsplanes, um die Öffentlichkeit zu beteiligen. Doch es ist nicht der erste Bebauungsplan für das Areal. Ursprünglich sollte nach dem Konzept des ehemaligen Besitzers ein Wohnpark mit attraktiven Wohnungen, Büroräumen, Café, Boutiquen und ähnlichen Einrichtungen entstehen.

Bewos seit Januar neuer Besitzer

Doch das geplante Konzept konnte nicht realisiert werden. Deshalb übernahm die Bewos zu Beginn dieses Jahres als neuer Eigentümer und Investor das Gelände rund um die alte Stadtmühle. Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft plant auf dem Gelände Wohnhäuser mit Betreuungseinrichtungen für ältere Bewohner. Auf dem zuerst zu erschließenden und zu entwickelnden Gelände, es handelt sich um rund 4800 Quadratmeter, sollen etwa 36 Wohneinheiten gebaut werden. Zusätzliche Einrichtungen beispielsweise zur Pflege und ärztlicher Betreuung seien ebenso geplant. „Wir wollen das Gelände gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Börde als Betreiber der Betreuungseinrichtungen entwickeln“, erklärt Dr. Thomas Harborth, Geschäftsführer der Bewos. Die 100-prozentige Tochter der Stadt ist der Investor, das DRK mietet sich ein.

Jüngst hat das Land Sachsen-Anhalt erstmals einen Stadtumbau-Award vergeben. Aus über 40 Projekten waren neun in die engere Wahl gekommen. Dazu gehörte auch die Oschersleber Burg. Ausgewählt wurden Projekte, durch die es gelungen sei, regionale Potenziale und Stärken zu entwickeln. Da passte die Sanierung der Burg gut hinein.

Areal erschließen

Nun werde die Entwicklung des Areals rund um ehemalige Stadtmühle nicht mit der Wiederbelebung der Burg einschließlich der Bebauung der Vorburg zu vergleichen sein. „Doch die Stadtmühle liegt in unmittelbarer Nähe der Burg. Wenn es auch hier gelingt, ein ansprechendes Areal zu schaffen, ist das ein Gewinn für die gesamte Stadt“, ist Harborth überzeugt.

Wiederum handelt es sich um ein geschichtsträchtiges Gelände. Aktuell werde überlegt, ob die Zufahrt über das alte Stadtmühlen-Tor passieren kann. Die Erschließung und Bebauung beginne auf einer „sicheren Fläche“. „Im hinteren Bereich müssten wir bei der Bebauung einen Graben und Brücke beachten“, so Harborth.