Oschersleben l Das neue Gehege im Wiesenpark könnte bei Groß und Klein zum Liebling werden. „Schuld“ sind die neuen Bewohner, zwei Eichhörnchenpaare. Als am Dienstagmorgen die neueste Errungenschaft von Stadtverwaltung und Förderverein übergeben wurde, hatten alle Beteiligten ihren Spaß beim Beobachten der possierlichen Tiere. Die beiden Pärchen gaben am Dienstag eine wahre Vorstellung. Turnten von Nest zu Nest, ließen sich das Frühstück schmecken und probierten die hängenden Leitern aus. „Wir haben uns im Internet informiert, wie so ein Gehege aufgebaut- und ausgestattet werden könnte. Viele Arbeiten haben wir und Mitglieder des Fördervereins selbst gemacht“, berichtet der Leiter des Wiesenparks, Björn Löffler. Bestaunt wurde auch das momentan grau gefärbte Winterfell. „Wir haben beobachtet, dass die Tiere morgens und abends jeweils für zwei Stunden sehr aktiv sind“, berichtet Björn Löffler. Zur Ausstattung des Geheges hat übrigens auch Kay Elzner mit einem Bild beigetragen.

Im September bekamen Förderverein und Wiesenpark von einem Oschersleber Züchter ein Angebot. Er wollte vier Eichhörnchen abgeben. In relativ kurzer Zeit wurde ein neues Zuhause für die Nager aus dem Boden gestampft. „Wir haben sozusagen das Gehege um die Tiere drum herum gebaut“, berichtet Fördervereinsvorsitzender René Herbert. Zahlreiche Spenden, die der Verein in diesem Jahr entgegennehmen konnte, machten die neueste Errungenschaft möglich. „Zudem erhielten wir aus dem Erbe von Brigitte Schaul 5000 Euro. Am Eichhörnchengehege werden wir eine entsprechende Tafel anbringen“, erklärt René Herbert. Und Sylvia Frehde, für den Wiesenpark zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, kann zudem berichten, dass es schon erste Anfragen für Tierpatenschaften für die Eichhörnchen gibt.

Und alle Beteiligten der offiziellen Übergabe geben den gemeinschaftlichen Tipp für den Weihnachtsverdauungsspaziergang ab: Nicht nur wegen der neuen Bewohner sollte der Gang in den Wiesenpark fest eingeplant werden.

Bilder

Kommen wir zur schlechten Nachricht aus den Wiesenpark. Besuchern wird längst aufgefallen sein, dass die neu errichtete Kletterburg noch immer nicht frei gegeben ist. Und das wird sie auch nicht mehr. Sie muss zurückgebaut werden. Mit der nicht erfolgten Tüv-Freigabe kam heraus, dass die Kletterburg gar nicht für öffentliche Spielplätze geeignet ist. Zur Klärung der Angelegenheit hat der Förderverein des Wiesenparks inzwischen auf einen Anwalt eingeschaltet. Eine neue Kletterburg wird bestellt und René Herbert geht davon aus, dass im Frühjahr das große Klettern und Toben auf der neuen Kletterburg dann starten kann.