Oschersleben l Nur noch wenige Tage dann sind die Abrissarbeiten in der Hermann-Ducker-Straße schon wieder Geschichte. Ende der Woche wird der riesige Kran mit dem ganz langen Arm wieder von dannen ziehen. Das Ergebnis seiner „Arbeit“ und der einer Spezialfirma ist dann nicht zu übersehen: Das Mehrfamilienhaus mit den Hausnummer 1 bis 3 ist zwei „Köpfe“ kürzer.

Fahrstuhl-Einbau nicht möglich

Schon vor einigen Wochen hatte die Oschersleber Wohnungsgenossenschaft (WG) das Vorhaben angekündigt, welches von langer Hand geplant war. Zum Abriss der oberen zwei Etagen habe sich die WG entschlossen, da vornehmlich ältere Menschen die Mieter der Ein- bis Anderthalbraumwohnungen sind. „In diese Häuser lassen sich schlecht Fahrstühle einbauen und eine Vermietung der oberen Etagen ist entsprechend schwierig“, erklärt WG-Mitarbeiter Steven Pieper. Daher habe sich die Wohnungsgenossenschaft zum Rückbau entschlossen. Etwa ein Jahr lang standen die oberen Wohnungen leer, waren Mieter aus- oder in die unteren Etagen in bereits sanierte Wohnungen gezogen.

Nicht alle 41 Mieter, vor allem sind es ältere Menschen, die schon viele Jahre im Haus wohnen, müssen während der Bauarbeiten ihre Bleibe verlassen. Es sind nur die Bewohner, über deren Eingang aktuell die Abrissarbeiten stattfinden. „In diesen Tagen sind es drei Familien, die wir von 7 bis 17 Uhr in Gästewohnungen unterbringen. Wir holen sie morgens ab und bringen sie abends wieder nach Hause“, berichtet Steven Pieper weiter. Das funktioniere ganz gut und bislang habe es keine Probleme und Beschwerden gegeben. „Es zahlt sich aus, dass die Mieter im Vorfeld gut und langfristig informiert worden sind. Gibt es etwas Neues, werden die Informationen immer wieder aktualisiert“, meint Pieper.

Schon am kommenden Montag rücken die Dachdecker an. Sie bauen neue Dachdrempel, decken das Dach neu. Etwa sechs Wochen werden sie am Objekt zu tun haben.

Doch damit ist die Sanierung des Objektes mit dann 48 verbliebenen Wohnungen längst nicht abgeschlossen. Denn die alten Betonbalkone sind zwischenzeitlich bereits abgerissen. Demnächst werde damit begonnen, die Anker für die neuen Balkone zu setzen. Stahlkonstruktionen werden die Betonbalkone ersetzen.

Übergabe der ersten Stadtvilla am 8. Mai

Auch im Innern bekommt das Wohnhaus Hermann-Duncker-Straße 1 – 3 ebenso ein neues Gesicht. Die Treppenhäuser werden saniert, eine neue Lüftungsanlage wird im Haus eingebaut. Das Mehrfamilienhaus bekommt eine neue Klingelanlage und neue Postkästen. Die Fassade werde ebenso saniert.

Steven Pieper geht davon aus, dass alle Bauarbeiten, einschließlich der Außenanlagen, im September abgeschlossen sind.

Insgesamt investiert die Wohnungsgenossenschaft „Neues Leben 1,6 Millionen Euro in die Sanierung des Mehrfamilienhauses.

Für Anfang Mai sieht die WG dem nächsten Höhepunkt entgegen. In diesen Tagen erhalten die Mieter der ersten Stadtvilla, die am Damaschkeweg entstanden ist, ihre Wohnungsschlüssel. Die offizielle Übergabe des jüngsten Projektes von „Neues Leben“ erfolgt am 8. Mai. Zugleich wird an diesem Tag der Grundstein für die zweite Stadtvilla gelegt.