Oschersleben l „Ich bin schon auf vielen Ausstellungen herumgekommen. Aber von dieser Kleintierschau kann ich mit Fug und Recht sagen, dass sie in Sachsen-Anhalt ihresgleichen suchen kann“, sagte Klaus Schumann, Vorsitzender des Oschersleber Rassekaninchenzuchtvereins zur Eröffnung der 30. Kleintierschau. Und so richtete sich sein Dank gleich zu Beginn der Ausstellung an die Familie Knappe als Besitzer des leer stehenden Einkaufsmarktes, in dem auch in diesem Jahr die Schau stattfinden konnte, und an die Stadtverwaltung, für die Unterstützung.

Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos) konnte zur Eröffnung der Rassetierschau die frohe Botschaft aus dem Sozialausschuss vom vergangenen Donnerstag mitbringen und verkünden, dass der Zuschuss für die Kleintierschau in Höhe von 400 Euro vom Ausschuss genehmigt wurde. „Die Unterstützung ist hier wirklich gut angelegt und lohnt sich. Die schöne Tradition der Kleintierschau, die an diesem Wochenende zum 30. Mal stattfindet, kann fortgeführt werden und findet in diesem Markt beste Voraussetzungen“, so der Bürgermeister zur Eröffnung der Schau.

Nachwuchs stark vertreten

Christian Wauschkuhn, Vorsitzender des Oschersleber Rassegeflügelzuchtvereins, verwies auf zwei Besonderheiten der Schau. So konnten drei Stämme des Deutschen Zwerghuhnes, vom Haldensleber Züchter Kai Lange zur Verfügung gestellt, als Rasse des Jahres 2016 in die Oschersleber Kleintierschau integriert werden. Das Deutsche Zwerghuhn wurde 1917 erstmals als Zwerghuhnrasse anerkannt. Erstzüchter war Wilhelm Müller aus Magdeburg, der seinerzeit auch den Wiesenpark 1921 nutzte, um dort seine Zwerghühner anzusiedeln und die Wildfarbe in freier Natur zu beobachten. Von der zweiten Besonderheit berichtete Christian Wauschkuhn mit besonderem Stolz: „Mit acht Nachwuchszüchtern ist es uns gelungen, eine viel versprechende Sonderschau zu gestalten. Immerhin 80 Tiere stellen die Jugendzüchter aus“, so der Vereinsvorsitzende. Dass auch dieser Fakt im Landkreis einzigartig ist, konnte Bastian Hering als Kreisjugendobmann nur bestätigen.

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Dennoch betonten beide Vereinsvorsitzenden, Klaus Schumann wie Christian Wauschkuhn, dass die Nachwuchsgewinnung eine besonderes Herausforderung für die Vereinsarbeit der nächsten Jahren darstellt. Der Rassegeflügelzuchtverein Oschersleben hat 15 Mitglieder, der Rassekaninchenzuchtverein 14 Mitglieder.

Die 30. Oschersleber Kleintierschau zeigte 417 Enten, Gänse, Hühner, Tauben und auch Puten in den verschiedensten Rassen und Farbschlägen. Diese große Vielfalt konnten auch die Kaninchenzüchter bieten, die rund 150 Tiere beisteuerten. Publikumslieblinge, vor allem bei den kleinen Besuchern, waren in jedem Fall die kuscheligen Angorakaninchen von Familie Schumann, die sprichwörtlich dazu einluden, in die dicke Wolle zu fassen.

Seidenhühner als Geschenk

Die Eröffnung der Kleintierschau wurde ebenso genutzt, um einige der besten Züchter zu ehren. Das Band des Bürgermeisters nahm Ulrich Venzke entgegen. Der erfahrene Rassegeflügelzüchter konnte sowohl für seine Zwerghühner der Rasse Zwerg-Wyandotten als auch für seine Tauben der Rasse Modene Magnani beste Noten erzielen. Das von Ulrich Spey gesponserte Band „Best of Show“, bestes Tier der Schau, nahm die Züchtermeinschaft Roland und Heidi Ehrhardt aus Etgersleben entgegen.

Als Nachwuchszüchter freute sich Maximilian Wolf über einen Pokal für seine Chabo-Hühner, schwarz.

Vereinsmeisterin unter den Kaninchenzüchtern wurde Franziska Schumann. Damit fand ihre Zucht von Zwergkaninchen Rex, kastorfarbig, eine Anerkennung.

Ein besonderes Geschenk für die Stadt Oschersleben hielt schließlich der Altbrandsleber Thomas Nitsch bereit. Das Mitglied des Oschersleber Rassegeflügelzuchtvereins schenkte der Stadt für den Wiesenpark drei schwarze Seidenhühner aus seiner Zucht.