Oschersleben (spt) l Wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Magdeburg mitteilte, sei am 24. März gegen 14.40 Uhr über die Notfallleitstelle der Bahn über mehrere spielende Kinder auf den Gleisen in Oschersleben informiert worden. Daraufhin wurde eine Sperrung veranlasst.

Eine Streife des Bundespolizeireviers Magdeburg sei dann mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort gefahren. Allerdings konnten die Bundespolizisten vorerst keine Kinder mehr feststellen.

Ganz in der Nähe wurde dann ein elfjähriges Mädchen angetroffen. „Auf ihr gefährliches Handeln angesprochen gab sie erschrocken an, sich nichts dabei gedacht zu haben. Nach eindringlicher Belehrung wurde das Kind der Erziehungsberechtigten übergeben“, wurde weiter mitgeteilt. Durch die Streckensperrung verspäteten sich zwei Züge insgesamt 60 Minuten, zwei weitere Züge fielen komplett aus.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin, dass Bahnanlagen keine Spielplätze sind. „Die Gefahren, die von herannahenden Zügen und Oberleitungen ausgehen, werden regelmäßig unterschätzt. Das Betreten von Gleisanlagen an den nicht dafür vorgesehenen Stellen ist lebensgefährlich und für unberechtigte Personen verboten“, hieß es.

Züge näherten sich lautlos an und werden je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen. Die Oberleitungen führen darüber hinaus eine Spannung von 15.000 Volt. Der Kontakt mit diesen, auch mittels Gegenständen, ist für den Menschen tödlich. „Bei Unterschreiten eines Sicherheitsabstandes von mindestens 1,5 Metern kann zudem die Spannung auch ohne direkte Berührung in einen Lichtbogen auf Personen überspringen“, wurde gewarnt.