Seehausen l In den vergangenen Jahren konnte der Betreiber des Seehäuser Waldbades tages- oder sogar stundenaktuell die Besucherzahlen für das Naherholungszentrum verkünden und damit auch gleich zum Saisonabschluss die Statistik bedienen. Dazu reichte ein einfache Strichliste.

Zahlen hochgerechnet

In Corona-Zeiten blieb die auf der Strecke. Das Personal war wegen der strengen Auflagen im Rahmen eines Hygiene-konzeptes und der Überwachung der ständigen Gästezahlen mit dem Notieren der Ein- beziehungsweise Ausgänge offenbar so eingebunden, dass die Gesamtbesucher auf der Strecke blieben. Am Ende ist das nicht kriegsentscheidend, weil die Einlasskontrolle sowie die Kassierung natürlich funktionierten und es auch keine negativen Auswirkungen auf die Einnahmen hatte.

Wie der Vorsitzende des Waldbadfördervereins und Vorsitzende des städtischen Wirtschaftsförderausschusses, Walter Fiedler, jetzt mitteilte, versuchte die Verwaltung der Verbandsgemeinde, die Zahlen an Hand der verkauften Eintrittskarten hochzurechnen und präsentierte auf diesem Weg gut 11 800 Badbesucher. Das kam Fiedler dann doch ein bisschen knapp bemessen vor, und er rekonstruierte, dass zum Beispiel Familien-, Mehrfach- und Saisonkarten oder Freikarten an die Jugendwehr sowie helfende Institutionen nicht ausreichend berücksichtigt worden waren. Nach seinen vorsichtigen Schätzungen sollten es demnach fast 15 000 Besucher in der Saison 2020 gewesen sein. Das wäre auch in normalen Jahren ein gutes Ergebnis. 2020 erst recht, weil durch die Corona-Pandemie und Reparaturarbeiten am Schwimmbecken die ersten Tage der dreimonatigen Saison fehlten (wir berichteten).

In dem Zusammenhang erklärte Walter Fiedler, dass die Eingangsbestätigung für den neuen Antrag auf Fördermittel zu Gunsten des Schwimmbeckens über das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ für besonders finanzschwache Gemeinden im Rathaus seit Ende Oktober vorliege.

Warten auf Fördermittel

Mit einer Entscheidung ist bis zum 30. April 2020 zu rechnen. Rund 400 Millionen Euro Bundesmitteln sollen aus dem Topf vergeben werden können. Dass das Förderprogramm wieder weit überzeichnet ist, liegt auf der Hand. Aber das heißt nicht, dann man schon jetzt die Hoffnung aufgeben muss.