Seehausen (rfr) l Obwohl jeder gemeldete Einwohner und jedes Unternehmen automatisch Kunde bei der Abfallentsorgungsgesellschaft des Landkreises ist und damit Wertstoffe, Papier oder Pappe, Rest-, Bio-, Grob- und Sondermüll ohne weiteres regelmäßig los wird, kommt es immer wieder zu illegaler Müllentsorgung. Das beschäftigt unnötig die Ordnungsämter, zudem geht die Entsorgung zu Lasten der öffentlichen Hand, oft erwischt es Privatleute, wenn deren Grundstück betroffen ist.

Am Alandufer unter der Seehäuser Steintorbrücke und mitten im Aland liegen derzeit auch wieder Müllsäcke, die Anliegern und Spaziergängern ein Dorn im Auge sind. Ein Exemplar schwimmt mitten im Fluss, wird aber vom Bewuchs daran gehindert abzutreiben.

Im Ordnungsamt laufen immer wieder Meldungen über entsprechende Fälle auf. Und Börn Schünemann versichert, dass man regelmäßig das Entsorgen von Unrat in allen möglichen und unmöglichen Ecken in Auftrag gibt, weil es kein Aushängeschild für Seehausen ist. Auch um diese Säcke will sich der Verwaltungsmitarbeiter kümmern. Allerdings appelliert er auch an die Alandstädter, hinzuschauen und Müllsünden mit Ross und Reiter zu nennen, damit Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und Strafen verhängt werden können.

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Übrigens: Der Müll in den Gewässern und an deren Ufern beschäftigt theoretisch nicht nur eine Behörde, sondern zum Ordnungsamt, das für das Ufer verantwortlich ist, auch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, der ein Auge auf die Gewässer erster Ordnung hat. Wenn Müll im Umfluter (Gewässer zweiter Ordnung) landet, ist noch der Unterhaltungsverband Seege-Aland fast im wahrsten Sinn des Wortes mit im Boot.