Arneburg l Leckerer Kuchen, gutes Programm, passende Musik und Busse für die Hin- und Rückfahrt: Was gibt es da zu meckern? Erstmal gar nichts. 180 Senioren haben das traditionelle Herbstfest der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck am Freitag in vollen Zügen genossen.

 Annelie Fricke von der Verwaltung war zufrieden mit der Resonanz. „Und ich habe auch das Gefühl, dass die Leute sich wohl fühlen“, sagte sie. Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf und Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger begrüßten die Gäste, „die süße Helga“ alias Martin Tschirnich hatte ihren Auftritt, die Musik – „Cindy, oh Cindy“ – kam von Patrick und Manfred Groß, der Disco „Aquarell“. Für den Rest sorgten die Senioren von ganz alleine: essen, tanzen, trinken und vor allem erzählen. „Die Leute kommen, um mal wieder welche aus anderen Dörfern zu sehen“, sagte Sigrid Ohmenzetter aus Lindtorf. Sie ist in ihrem Dorf die Seniorenbetreuerin und war froh, dass 14 „ihrer“ Senioren mit zum Fest gekommen sind. „Es gibt natürlich auch viele, die nicht hierher wollen, die fühlen sich nicht zugehörig, aber da kann man nichts machen“, sagte die Rentnerin.

 Die regelmäßigen Treffen in ihrem Ort würden gut angenommen, zum Glück käme die Ärztin aus Arneburg und auch der Verpflegungswagen, „denn mit der Mobilität haperts, das ist ein Problem“. Gleiches berichteten bei einem guten Glas Dornfelder auch Ingeburg Koim und Doris Schröder vom Klein Schwechtener Tisch. Immer passten die eigenen Termine nicht mit dem Schulbus überein und es sind ja auch mal Ferien. „Der Rufbus wollte neulich nicht in Klein Schwechten halten“, sagte Doris Schröder, darüber immernoch empört. Also bleibe vielen Senioren nichts anderes, als mit dem Fahrrad nach Goldbeck zu fahren, um dort in den Zug zu steigen. „Jetzt geht das noch, aber wir werden nicht fitter“. Dass die Klein Schwechtener zum großen Herbstfest kamen, ist für sie Ehrensache.

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 „Ein Schiff wird kommen“, „Anneliese, ich liebe nur dich“ und „Komm doch mit auf den Underberg“, die Senioren gingen nicht nur einmal aufs Tanzparkett. Sie, Häsewig und Ziegenhagen mit inbegriffen, hätten im Übrigen in Gabriele Andert die beste Seniorenbetreuerin von der ganzen Welt - „doch, das ist wirklich so“. Nicht nur darauf ließ es sich gut anstoßen am Freitag, „Tiritomba“, die Abfahrt war erst für 19 Uhr angesetzt. Den Luxus, nach Hause chauffiert zu werden, wussten die Senioren sehr zu schätzen.