Seehausen l Die Spitze ist ab! Diese erhielt eine notwendig gewordene Erneuerung und wird sich bald wieder an ihrem angestammten Platz befinden. Nach aktuellem Stand könnte der Turm mit seiner Welschen Haube bereits in der kommenden Woche mit dem Kran auf das Beustertor gehievt werden.

Die Arbeiten der Zimmerer am obersten Part sind bereits abgeschlossen. Sie arbeiteten den Turm auf und sorgten für eine teilweise Neu-Verkleidung. Die Spitze wurde zudem neu verzinkt. Mitarbeiter der Dachdeckergesellschaft Lohne sind gegenwärtig dabei, am Bauwerk Naturschieferplatten anzubringen, damit es sozusagen für die kommenden Jahre (Wetter-)fit ist.

Das Beustertor gehört zu den Seehäuser Wahrzeichen, welches im Mittelalter als eines von einst fünf spätgotischen Stadttoren errichtet wurde. 1720 bekam das Tor einen Turm mit der Haube. Hier wurde damals die Schlaguhr untergebracht, die vorher auf dem Rathaus war. Im Moment steht eine Sanierung des Dachstuhls und der Gebäudehülle an. Das Bauvorhaben wird im Rahmen der Städtebausanierung im Programm „Städtebauliche Sanierung und Entwicklung“ anteilig aus Mitteln des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt sowie aus Eigenmitteln der Hansestadt Seehausen finanziert. Bauherr ist die Hansestadt Seehausen. Treuhänderischer Sanierungsträger ist die BiG-Städtebau mit dem Regionalbüro in Perleberg.

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Ende August begannen die Bauarbeiten mit der Herabnahme der Windfahne und Kugel. Angedacht ist es, dass das Vorhaben am derzeit noch eingerüsteten Tor in diesem Jahr abgeschlossen wird. „Wir sind auf einem guten Weg“, schätzt Bauamtsleiter Guido Mertens ein. Durch einige nicht eingeplante zusätzliche Arbeiten kam es zu Verzögerungen im Bauablauf. Aber das Ende ist in Sicht: Das Gros der noch auszuführenden Tätigkeiten beschränkt sich auf die Eindeckung des Daches.