Seehausen l Bisher zahlen Besitzer von Vierbeinern in der Hansestadt Seehausen 20 Euro im Jahr. Künftig müssen die Hundehalter etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, die sich am Donnerstagabend im Ratssaal zu ihrer Sitzung trafen, votieren für eine Erhöhung um 50 Prozent. Damit würde der jährliche Steuer-Betrag von 20 auf 30 Euro für einen Hund „anwachsen“. Der Stadtrat entscheidet darüber in seiner nächsten Sitzung am 17. Dezember.

In der Diskussion zeigten sich die Mitglieder etwas überrascht, dass zwischen der Kernstadt und den Ortsteilen eine unterschiedliche Bemessungsgrundlage gewählt wurde. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte Bürgermeister Detlef Neumann. Auch andere Mitglieder wie Renè Berndt wunderten sich und stellten die Frage in den Raum: „Warum es außerhalb anders regeln?“ Einigkeit herrschte in der Runde, dass die Sätze der Hundesteuer, die zum letzten Mal 2012 geändert und angepasst worden waren, in allen Orten der Hansestadt identisch sein sollen.

Den Hundebesitzern der Kernstadt stand laut Beschlussvorlage eine 100-prozentige Erhöhung ins Haus. Die Meinung, dass das „eine ganz schöne Stange Geld“ sei, vertrat Ausschuss-Mitglied Ralf Steinmetzer. Und auch die anderen Anwesenden halten einen Anstieg um 50 Prozent, wie es auch für die Ortsteile Beuster, Losenrade, Geestgottberg und Schönberg vorgesehen war, für die geeignetere Wahl und vertretbar. So ist angedacht, die Hundesteuer auf einen Jahresbeitrag von 30 Euro (für den ersten Hund) festzusetzen. Dassind zehn Euro mehr als bisher.

Für den zweiten Vierbeiner im Haushalt würden ab kommenden Jahr 37,50 Euro fällig, für den dritten 45 Euro. Eine allgemeine Erhöhung ist durch die Konsolidierung erforderlich. Die Hansestadt ist durch die Kommunalaufsicht angehalten, alle möglichen Einnahmereserven zu mobilisieren. Und so müssen auch die Hundehalter dran glauben.