Seehausen (rfr) l Im Haushalt der Verbandsgemeinde Seehausen soll die Umlage der Mitgliedsgemeinden für das Funktionieren der Verwaltung trotz gestiegener Personalkosten (neue Tarifabschlüsse) im kommenden Jahr möglichst nicht angehoben werden. Weil die Finanzfachleute aber nicht zaubern können, muss das Geld wo anders eingespart werden. Zum Beispiel bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Während die Verbandsgemeinde ihren Anteil schon in diesem Jahr von 40 000 auf 20 000 Euro gekürzt hatte, sollen die privaten und kommunalen Eigentümer der befallenen Eichen 2016 noch mehr Eigeninitiative zeigen. Im Etat sollen nach Möglichkeit nicht mehr als 1000 Euro stehen, um zum Beispiel Bäume an Kindereinrichtungen zu behandeln.

Ein erster Aufschrei kam jetzt aus dem Gemeinderat „Aland“, wo die Plage vor allem auch an touristischen Routen (zum Beispiel Storchen- und Elbdorf Wahrenberg oder Gedenkstätte Stresow) ein Dauerthema ist. Das Problem sei zu komplex, um die die kleinen Gemeinden damit alleine zu lassen, gab Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt die Stimmungslage seines Gemeinderates wieder, in dem erneut der Ruf nach einer großen Strategie laut wurde, weil derzeit Kommunen, Kreis, Land, Bund oder Forst keinen gemeinsamen Plan hätten.

Das Nein zu den Kürzungsplänen der Aland-Anlieger scheint sicher zu sein. Aber auch die Geimeinde Zehrental und zunehmend auch die „Altmärkische Höhe“ haben unter der Plage zu leiden.