Osterburg l Die Hansestadt Osterburg ist im Land die Nummer eins: Als bisher einzige flächendeckende Kommune in Sachsen-Anhalt hält die Einheitsgemeinde auf ihrem gesamten Territorium die Breitbandversorgung mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabits pro Sekunde für ihre Einwohner parat. Die Telekom hat das Netz aufgebaut und modernisiert. In der Kernstadt Osterburg und ihren beiden Ortsteilen Storbeck und Zedau bietet das sogenannte Vectoring-Verfahren sogar ein noch höheres Tempo zum Surfen.

45 Kilometer neues Kabel verlegt

Beim Herunterladen verdoppelt sich dadurch die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Beim Upload vervierfacht sich die Geschwindigkeit sogar von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz, erfuhren gestern Abend die Einwohner von den Telekom-Mitarbeitern bei der Versammlung im Verwaltungsgebäude. Einige Stunden zuvor erfolgte vor dem Osterburger Rathaus der symbolische Startschuss. Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz, Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose, Flessaus stellvertretender Ortschef Horst Janas, Telekom-Regionalmanager Andreas Meyer und Mitarbeiter Joachim Fricke betätigten „zeitgleich“ den Startknopf. Ab sofort sind entsprechende Internet-Angebote buchbar. Beratung gibts in Osterburg bei „Büro Engels“.

In Osterburg, Storbeck und Zedau wurden 45 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt, 25 Multifunktionsgehäuse aufgestellt. Damit wurden die Voraussetzungen für das VDSL-Netz geschaffen, wovon 3500 Haushalte profitieren könnten. Die langjährige Kooperation mit dem Netzbetreiber hat sich laut Schulz ausgezahlt. Der Einheitsgemeinde-Bürgermeister spricht von einem Alleinstellungsmerkmal der Stadt und einem Standortvorteil, der Betriebe und Bürger an die Biese locken könnte.

Und nicht nur die Kommunalpolitiker hoffen, das sich der Trend dieses Jahres fortsetzt. Denn erstmals seit 25 Jahren deutet sich bei den Zu- und Wegzügen (ohne Flüchtlinge) in der Hansestadt eine ausgeglichene Bilanz an.

Das Unternehmen war auch zwischen Natterheide und Wollenrade tätig, modernisierte dort das Netz, so dass die Einwohner ebenfalls über eine superschnelle Daten-Übertragung verfügen.