Bömenzien l Die aus Kopfsteinpflaster bestehende Dorfstraße in Bömenzien wird grundhaft saniert. Für Einwohner und Räte gab es am Freitagabend in der Gaststätte Schulz Informationen aus erster Hand: Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter Nord der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, und Sachgebietsleiterin Katrin Schliefke erörterten die Pläne.

„Wir wollen alles so koordinieren, dass es für den Ort erträglich ist“, sagte Krüger, der hinzufügte: „Es ist eine einmalige Chance, diese Straße zeitnah zu realisieren. Wenn Sie uns dabei unterstützen, wäre ich Ihnen dankbar“, wandte sich der Regionalbereichsleiter an den Zehrentaler Gemeinderat und an die Bömenziener Einwohner, die natürlich während der Bauphase mit Einschränkungen konfrontiert werden. Dennoch ist die Verbesserung der durch den Ort verlaufenden Landesstraße 1 ein langgehegter Wunsch der Gemeinde. Mittel aus dem Fonds zur Beseitigung der Hochwasserschäden stehen für die Realisierung der 770 Meter langen Strecke durch Bömenzien zur Verfügung. Der Ort am Zehrengraben und in Nachbarschaft von Elbe und Aland wird während der Hochwasserzeiten, zuletzt 2013, durch Fahrzeuge der helfenden Organisationen, wie Feuerwehren und THW, stark frequentiert.

Wann soll das Bauvorhaben starten? Im Frühjahr soll der konkrete Plan in Sack und Tüten sein. „Anschließend wollen wir ausschreiben“, informierte Katrin Schliefke. Somit fallen die Arbeiten, die für ein neues Gesicht der Straße sorgen, in die zweite Jahreshälfte 2016. Zuvor werden die Einwohner zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Der genaue Termin werde noch bekannt gegeben, voraussichtlich im Februar oder März.

Die Gemeinde kommt für die Kosten des einseitigen und westlich angeordneten Gehwegs auf. Diese belaufen sich laut Schätzung auf rund 380 000 Euro, somit werden auch die Grundstückseigentümer laut der Straßenausbaubeitragssatzung daran beteiligt. Der Straßenkörper, der eine neue Asphaltdecke erhält, wird rund 800 000 Euro kosten.

Die Entwässerung soll über Versickerungsmulden sichergestellt werden. Ein neu einzubauender Regenwasserkanal würde immense Kosten verursachen. Deshalb sehen die Verantwortlichen davon ab. Der grundhafte Ausbau mache es erforderlich, Bäume zu fällen. „Das ist mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt“, so Schliefke. „Natürlich so wenig wie möglich“, fügte sie hinzu. Es ist geplant, auch neue Bäume zu pflanzen.

Die Straße, die eine Breite von 6,20 Meter erhält, „soll in einem Stück“ gebaut werden. Demnach wird im kommenden Jahr alles fertig. Bömenzien soll während der Bauphase vom Durchgangsverkehr herausgelöst werden. Es ist vorgesehen, dass die Anlieger mit ihren Pkw so weit wie möglich zu ihren Grundstücken vordringen können. „Das wird aber nicht zu 100 Prozent während der Bautätigkeit möglich sein“, hieß es am Freitagabend.

Zehrental-Bürgermeister Uwe Seifert bedankte sich beim Duo für die Informationen zum Straßenbau. Und nicht nur der Rat hofft, dass die Arbeiten reibungslos vonstatten gehen.