Seehausen l Projektleiter Hans Hildebrandt und die Verantwortlichen zogen gestern nach der ersten Saison ein positives Resümee und fassen auch für das kommende Jahr diese Art der Versorgung ins Auge.

Seit Juni erhielten bedürftige Familien aus Seehausen und der Umgebung im Mehrgenerationenhaus des DRK, das als Ausgabestelle diente, Kartoffeln, Kohl & Co. Und das zweimal wöchentlich. Ein Angebot, das gut und gern genutzt wurde. „Bei uns war immer viel los“, denkt Marlies Duffe, Leiterin der DRK-Stätte, zurück. Für diese Familien entfiel oftmals der Weg zur Tafel nach Osterburg. Nicht nur aus diesem Grund sprachen sie sich lobend über diese Ausgabestelle aus, wusste Duffe zu berichten, die gestern neben Hildebrandt und Wische-Bürgermeister Karsten Reinhardt bei der Auswertung der erfolgreich verlaufenden Saison teilnahm. Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann ließ sich entschuldigen.

Die Erzeugnisse stammen aus fünf Tafelgärten in Seehausen, Krüden und Falkenberg, die von Personen über den zweiten Arbeitsmarkt (AGH-Maßnahmen) auf Vordermann gebracht und bewirtschaftet wurden. Hildebrandt und Reinhardt bedankten sich für das Engagement bei den Gruppen, die für eine tolle Ernte sorgten. Unter anderem wurden 850 Kilogramm Kartoffeln abgegeben (siehe Infokasten). Hans Hildebrandt führt akribisch Statistik. Als Leiter der Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark und damit als Antragsteller hoffen er und die Verantwortlichen auf eine weitere Saison in Seehausen. Die Voraussetzungen könnten jedenfalls nicht besser sein. Genügend besitzerlose Gärten stehen zur Verfügung, die Zusammenarbeit mit den Kommunen klappt. Die Flächen könnten sich sogar noch vergrößern. Den neben den bereits betriebenen Tafelgärten in Falkenberg und Krüden stehen weitere Parzellen in der Seehäuser Anlage „Am Ess“ für eine Bewirtschaftung bereit. Allerdings fehlt noch das „Ja“ der Genehmigungsbehörde. Die Arge muss zustimmen. Da die Kooperation jedoch funktionierte und als sehr gut befunden wurde, sehen die Verantwortlichen gute Chancen, das Angebot auch im kommenden Jahr vorzuhalten.

Dann sogar mit Erdbeeren, die sich zu der schon großen Auswahl dazu gesellen werden. Denn gepflanzt sind sie bereits. Eine Änderung könnte es auch bei der Ausgabestelle geben: Dort ist vorgesehen, den Stand auf dem Außengelände des DRK-Domizils zu überdachen.

Positiver Nebeneffekt: Bürger beteiligten sich an der Lieferung. „Einige stellten auch Obst und Gemüse aus ihren Gärten bereit“, informierte Duffe. Hildebrandt möchte sich bei allen bedanken, die die Arbeit unterstützten.