Osterburg l Das neue Ausstellungsjahr beginnt am 7. Februar. Kreismuseumschef Frank Hoche und sein Team würdigen die Arbeiten des Kunsthistorikers und Malers Ferdinand Till, dessen Todestag sich zum 55. Male jährt. Zunächst können die Besucher „Osterburg in alten Ansichten“ begutachten.

Die aktuelle Schau wird bis zum 24. Januar verlängert, informiert Frank Hoche. Grund der „Zugabe“ ist das große Interesse. So zog das Kreismuseum sein Publikum nicht nur am ersten Weihnachtsfeiertag und am 27. Dezember fast magisch an, sondern auch am vergangenen Sonntag herrschte in der an der Breiten Straße gelegenen Einrichtung reger Betrieb. Das nahm Hoche zum Anlass, die alten Ansichten der Biesestadt, die ansonsten im Archiv „schlummern“, noch einige Tage zu präsentieren.

Die nächste Ausstellung ist dann dem aus den Sudeten stammenden Kunstmaler Ferndinand Till gewidmet. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges fand er in der nördlichen Altmark eine neue Heimat. Till wirkte als Kunsterzieher und Denkmalpfleger, wohnte in Seehausen. „Er war ein Chronist unserer Landschaft“, betont Hoche. Viele seiner Werke gehören zum Bestand des Osterburger Kreismuseums, sie zeigen die Wische, aber auch die Petri-Kirche in Seehausen, das Werbener Elbtor oder die Hünengräber in Bretsch.

Bereichert wird die erste Ausstellung des neuen Jahres, die von Anfang Februar bis zum 20. März gezeigt werden soll, von Arbeiten der Künstler Hannelore Stoll und Klaus-Joachim Kuhs aus Wuster Damm. Der gebürtige Osterburger und Stoll stellten bereits einige Male in der Biesestadt aus. So avancierte unter anderem ihre 2014er Ausstellung, die sie „Faszination Bäume“ nannten, zum Erfolg. Sie präsentierten Exponate aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Sachobjekte in Holz.

Für die Till-Ausstellung nahm das Duo Originale des 1960 verstorbenen Kunsthistorikers in Augenschein und fuhr zu den Orten, wo einst Ferndinand Till seine Motive zeichnete – Originale und die von Stoll und Kuhs entstandenen Bilder werden ab 7. Februar im Kreismuseum ausgestellt sein. Zu den Objekten zählen auch bisher noch nicht präsentierte Bilder von Till. Auf dem Dachboden eines Frankfurter Wohnhauses fand eine Familie viele Werke – und schenkte sie dem Museum. Auch Bilder dieses Nachlasses können begutachtet werden.