Gagel l Bei Gagel entstehen derzeit 16 der Anlagen, die für die einen ein gutes Geschäft, für andere notwendiges Übel der Energiewende sind, von anderen wegen der Auswirkungen auf das Landschaftsbild aber auch gehasst werden. Dieser Windpark ist aber noch aus einem andren Grund etwas ganz besonderes, weil 2012 der damalige Seehäuser Verbandsgemeindebürgermeister beim Genehmigungsverfahren über eigenmächtige Änderungen in der kommunalen Stellungnahmen stolperte und schließlich abgewählt wurde.

Ende 2015 begannen die ersten Erschließungsarbeiten mit dem Bau von Wegen und dem Verlegen der Elektroleitungen. Inzwischen werden die ersten Fundamente gegossen, so „Höhe“-Bürgermeister Bernd Prange auf Nachfrage der Volksstimme. Bis Ende Dezember will der Investor nach Möglichkeit alle Anlagen errichtet haben und Strom produzieren, bevor die Einspeisevergütung mit dem Jahreswechsel wieder etwas eingekürzt wird.

13 der Anlagen werden sich langfristig auch für die Kommune in Form von Gewerbesteuer auszahlen. Drei Windräder stehen bei Höwisch indes auf Arendseer Gemarkung. Errichtet werden Windmühlen des Herstellers Enercon vom Typ E 115. Die Nabenhöhe beträgt in diesem Fall 149 Meter. Der Rotordurchmesser ist im Datenblatt mit fast 116 Meter angegeben. Das heißt zum Vergleich, dass die Flügelspitzen auf ihrem höchsten Punkt die Maße des Dequeder Fernseturms um reichlich 20 Meter übertreffen. Die Anlagen mit einer Nennleistung von rund 3000 kW werden allerdings auch als effizient in weniger windertragreichen Gegenden beschrieben und sollen dabei nicht lauter als kleinere Vorgängermodelle sein.