Groß Garz l Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und andere Stiftungen ernennen seit 1989 ein heimisches Gehölz zum Baum des Jahres. In diesem Jahr ist es die Winterlinde, deren Schwester, die Sommerlinde, schon 1991 diese Ehre bekam. Die Winterlinde (Tilia cordata) kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Winterlinden spielen schon immer im deutschen Brauchtum eine große Rolle. Erinnert sei nur an die Gerichts- und Tanzlinden oder ihre Erwähnungen in Liedern und Gedichten besonders in der Romantik.

Die Mädchen und Jungen aus der Groß Garzer Kindertagesstätte, und dabei speziell die „Waldfüchse“, kamen Ende der vergangenen Woche mit den Revierleitern Detlef Otto sowie Stefan Kaiser und Ulf Prange vom Jugendwaldheim Arendsee ins Gespräch. Alle drei waren den Kindern schon durch das Projekt „Waldfüchse“ gut bekannt. Der Revierleiter Detlef Otto brachte an diesem Tag eine etwa 2,50 Meter große junge Winterlinde mit Wurzelballen mit. Diese sollte gemeinsam auf dem Spielplatz als späterer Sonnenschutz für den großen Sandkasten gepflanzt werden.

Nachdem die drei Gäste mit ihren Jagdhörnern zum Sammeln geblasen hatten, gab es von ihnen noch einige waldgärtnerische Empfehlungen zum Pflanzen von Bäumen. Spaten, Hacken, Harken, Schubkarren und Gießkannen voller Wasser waren schnell herbeigeholt. Das junge Bäumchen erhielt einen Schmuck aus bunten Bändern und das Versprechen der Mädchen und Jungen, dass sie sich immer um diese Linde kümmern wollen. Gemeinsam mit den Waldpädagogen gab es dann zum Abschluss noch spezielle Spiele rund um den Baum des Jahres.