Gartensaison

Ab in die Beete: Osterburger Familie freut sich auf eigenes Obst und Gemüse

Von Stephan Metzker
Liam ist mit Begeisterung bei der Gartenarbeit dabei. Er unterstützt seine Mama Ines Görs so oft es geht Foto: Stephan Metzker

Osterburg

Die Vorbereitungen für die neue Gartensaison laufen in vielen Parzellen auf Hochtouren. Gerade während der Corona-Pandemie sind diese Tätigkeiten für viele Einwohner eine willkommene Abwechslung, um dem Arbeitsalltag und den eigenen vier Wänden entfliehen zu können, da ja auch Urlaubsreisen immer noch kaum realisierbar sind.

Den Trend zum Kleingarten haben sich vor allem im zurückliegenden Jahr viele junge Familien zu Nutze gemacht. Der zuvor schon besorgniserregende Leerstand in den einzelnen Sparten der Biesestadt ging mit dem Auftreten der Pandemie somit spürbar zurück.

„Ja, viele neue Gesichter laufen einem hier über den Weg“, merkt auch Ines Görs (33). Die Osterburgerin hat seit 2013 mit ihrem Mann Steffen (32), den Kindern Luca (13) und Liam (5), sowie Opa Manfred (64) und Teckeldackel „Feivel“ (2) eine Parzelle in der Sparte „Aufbau“ bezogen.

„Der Garten wurde uns von der damaligen Vorstandschefin Ute Pahl vorgeschlagen. Er liegt ideal und in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung“, berichtet Ines Görs. „Der Hund hat etwas Auslauf, die Kinder sind an der frischen Luft und wir können unser eigenes Obst und Gemüse anbauen. Das ist doch toll. So ein Garten ist schon goldwert und in diesen turbulenten Zeiten erst recht.“

Die junge Familie probiert sich in der Saison immer wieder neu aus. In diesem Jahr wird sie zum ersten Mal Kartoffeln anbauen und ist auf das Ergebnis schon ganz besonders gespannt. „Tomaten, Paprika und Gurken folgen aber auch noch“, ergänzt Opa Manfred Görs.

Die Blumenpracht soll natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen und mit Rhododendron, Hortensien oder Dahlien den ein oder anderen Besucher erfreuen.

„Als unser alljährliches Großprojekt haben wir uns diesmal die Erneuerung des Sichtschutzes vorgenommen. Aber immer nach und nach“, meinte Ines Görs schmunzelnd. Generell hoffe sie natürlich auf bessere Zeiten. „Wir möchten hier mit unseren Freunden auch mal wieder einen gemütlichen Grillabend veranstalten. Diese Geselligkeit fehlt doch schon ein bisschen.“

Davon abgesehen fühlt sich die Osterburgerin mit ihrer Familie in der Parzelle wohl. Das gelte auch für die Anlage und den Verein. Der Vorstand habe in allen Belangen ein offenes Ohr. Den Garten wieder abzugeben, daran verschwende die Familie jedenfalls keinen Gedanken, machte Ines Görs deutlich.

Enkel Luca schaut Opa Manfred Görs über die Schulter.
Stephan Metzker