Spende übergeben

Altar-Sanierung: Förderverein von St. Petri Seehausen erhält 3000 Euro „für die Kreuzigung“

Der Förderverein der St. Petrikirche Seehausen hat gestern Nachmittag einen dicken Scheck überreicht bekommen. Die „Wolfgang Jensch gemeinnützige GmbH“ mit Sitz in Starnberg spendet 3000 Euro für die Restaurierung des Schnitzaltars, ganz genau „für die Kreuzigung“.

Von Karina Hoppe 15.07.2021, 17:25
Handschlag vorm Altar von St. Petri Seehausen: Manfred Hohmeyer (Mitte) überreichte Hans-Joachim Kontak (links) und Walter Fiedler den Scheck.
Handschlag vorm Altar von St. Petri Seehausen: Manfred Hohmeyer (Mitte) überreichte Hans-Joachim Kontak (links) und Walter Fiedler den Scheck. Foto: Karina Hoppe

Seehausen - Ein Projekt nimmt Fahrt auf. Erst Ende Mai hat der Förderverein der St. Petrikirche Seehausen beschlossen, die Konservierung beziehungsweise Restaurierung des spätgotischen Schnitzaltars anzugehen, schon klingelte gestern die Kasse. Genau genommen kam der Anruf von Manfred Hohmeyer aus Seehausen schon einige Tage nach dem Beschluss.

Spender fand Projekt auf Vereins-Homepage

Der Geschäftsführer der „Wolfgang Jensch gemeinnützige GmbH“ mit Sitz in Starnberg war auf der Suche nach einem Projekt, das in die Förderstatuten der Gesellschaft passt. Und et voilà, in der Restaurierung des Schnitzaltars fand er sie. „Gut, dass wir unser Vorhaben gleich auf der Homepage veröffentlicht haben“, sagte Fiedler. „Als der Anruf kam, musste ich mich erstmal hinsetzen. Es war ja noch gar nicht losgegangen.“

Gestern also die symbolische Scheckübergabe. „Wir betrachten unsere Spende gerade in der heutigen Zeit als Heimatpflege“, sagte Hohmeyer. Der verstorbene Wolfgang Jensch sei ein erfolgreicher Kaufmann gewesen, die Gewinne aus seinen Immobilien fließen laut seinem Wunsch jährlich in Projekte aus der Denkmalpflege, dem Natur- und Umweltschutz sowie der Jugend- und Altenpflege. Der Schnitzaltar passt also gut ins Konzept. Mit den 3000 Euro wird die GmbH Pate für die Restaurierung der mittleren großen Tafel, die die Kreuzigung Jesu darstellt. „Eine Tafel oder Figur kann aber gut mehrere Paten vertragen“, sagte Fiedler augenzwinkernd.

Spenden decken Eigenanteil des Vereins

Das Spendenkonzept, wonach die 13 Reliefs und gut 100 Figuren einzeln an Paten vergeben werden, sei gut angelaufen. Über hier genannte 3000 Euro hinaus konnte der Förderverein in den vergangenen Tagen weitere zusammengenommen 5000 Euro Privatspenden verbuchen. Die Altarsanierung werde laut Schätzung rund 45000 Euro kosten, eine Förderung über 20000 Euro ist beantragt. Mit den Spenden von privat soll der Eigenanteil des Vereins finanziert werden, wobei Fiedler betont, dass die Spenden nicht „für die Kirche“ sind. Vielmehr gehe es um den Erhalt eines „wertvollen kulturhistorischen Objektes“. Der Schnitzaltar niederländischer Handschrift wurde im Jahr 1510 freigegeben. „Die Gäste unserer Kirche staunen regelmäßig über ihn“, sagt Hans-Joachim Kontak, Schatzmeister im Verein. Läuft alles nach Plan, soll der Restaurator in der zweiten Jahreshälfte 2022 loslegen. Etwa 900 Arbeitsstunden - rund ein Jahr - werde er benötigen.