Seehausen l Der Verbandsgemeinderat Seehausen hat zum Ende des Jahres offenbar noch so viele Themen auf dem Tisch, dass sich die Kommunalpolitiker im Dezember sogar zweimal treffen müssen. Einmal am Dienstag, 8. Dezember, im Rathaussaal und einmal am Dienstag, 15. Dezember, in Heiligenfelde, wo es nach dem offiziellen Teil in der Gaststätte Altenburg etwas gemütlicher zugehen soll.

Dass es in den letzten Tagen des Jahres ein paar mehr Tagesordnungspunkte gibt, ist auch dem Wechsel von Bürgermeister Robert Reck zu verdanken, der nach seiner Wahl zum Dezernenten für Wirtschaft, Sport und Kultur in Dessau-Roßlau morgen seine Ernennungsurkunde bekommen soll. Womit das Ausscheiden des Gemeindeoberhauptes zum Jahresende festgezurrt ist und das Nachfolgeprozedere in Angriff genommen werden kann.

Dafür sollen die Mitglieder des Verbandsgemeinderates in einer Woche die Weichen stellen, wenn sie Reck aus dem Beamtenverhältnis entlassen und die Beschlüsse über den Wahltermin sowie die Ausschreibung und die damit verbundenen Fristen fassen.

Läuft alles nach Plan, soll über Recks Nachfolge am Sonntag, 13. März 2016, abgestimmt werden, wenn auch der neue Landtag zu wählen ist.

Kandidaten halten sich noch bedeckt

Der weitere Fortgang hängt von der Zahl der Bewerber und den Mehrheitsverhältnissen nach dem Urnengang ab. Wenn es nur einen oder zwei Kandidaten gibt beziehungsweise einen, der über 50 Prozent Stimmenanteil bekommt, der Gemeinderat zügig die Gültigkeit der Wahl beschließt und das Ergebnis veröffentlicht ist, gilt es noch zwei Wochen Einspruchsfrist abzuwarten, bis ein neuer Bürgermeister sein Amt antreten könnte. Was aber in der Praxis vermutlich nicht funktionieren wird, weil der Neue oder die Neue sicher eigene Kündigungsfristen beachten muss.

Eine Stichwahl wäre 14 Tage nach dem ersten Urnengang möglich, kann aber erst am Sonntag, 3. April, über die Bühne gehen, weil dazwischen Ostern fällt. Dann wäre Anfang Mai eine optimistische Prognose für den Antrittstermin, der aber aus genannten Gründen wohl nicht zu halten ist.

Und: Alle Planspiele gelten auch nur für den Fall, dass bei der Vorbereitung und der Wahl keine Ungereimtheiten auftreten. Stendal hat hinlänglich vorgemacht, wie es nicht geht. Seehausen ist in der Beziehung indes nicht vorbelastet.

Mögliche Kandidaten halten sich bislang bedeckt. Man wolle erst die Beschlüsse vom 15. Dezember abwarten, hieß es mehrfach auf Nachfrage.