Hähnewettkrähen vor dem Kleintiermarkt in Hohenberg-Krusemark / Organisatoren zufrieden

Antwerpener Bartzwerg war am lautesten

Von Astrid Mathis

Die Hähne hatten in Hohenberg-Krusemark vor dem Kleintiermarkt ihren Auftritt. Das Sieger-Tier krähte insgesamt 155-mal.

Hohenberg-Krusemark l Für Frühaufsteher war das Hähnekrähen am Sonnabendmorgen in Hohenberg-Krusemark natürlich nichts. Um 6 Uhr hatte der Rassegeflügelzuchtverein Arneburg und Umgebung zum Wettstreit geladen. Anschließend öffnete der Kleintiermarkt seine Pforten.

Punkt sechs Uhr begann der Vergleich. Vereinschef Kurt Tannhäuser: "Eigentlich müssten die Hähne in abgedunkelten Räumen sein. Je ruhiger die Umgebung, um so weniger die Ablenkung und um so mehr Hahnenschreie." Er hatte schon erlebt, dass der Sieger kaum 100-mal krähte. Zwei Stunden hatten die vier Zähler am Sonnabend mit den 20 Tieren zu tun. Anschließend wurde der Schnitt berechnet, und wer am häufigsten in einer Stunde gekräht hat, war Sieger. Eberhard Nibylski aus Arnim hatte mit seinem Antwerpener Bartzwerg das große Los gezogen, 155 -mal krähte der Gockel. Der Zwerg Barnevelder von Yvonne Barschdorf aus Eichstedt eroberte sich mit 151-mal den 2. Platz. Auf den 3. Platz kam Ingrid Tannhäuser aus Sanne mit einem Hahn der Rasse Zwerg-Wyandotte und 100 Krähmomenten. "Erst dachte ich, es kommen gar nicht viele Leute heute, aber jetzt bin ich doch zufrieden", erklärte Peter Bremer, der Organisator des Kleintiermarktes.

Zum zweiten Markt begrüßte er auch Jennifer Bahlke aus Blankensee, die mit 81 frisch geschlüpften Hühnerküken für den Hingucker schlechthin sorgte. Die Geschwister Jonas und Jette, die aus Badingen gekommen waren und ihre Großeltern besuchten, waren hin und weg von der Brut. Und auch die jungen Kanarienvögel fanden sie "cool", worüber Oma Stenzel schmunzeln musste. Kaninchenfreunde waren ebenfalls in Krusemark an der richtigen Adresse. Joachim Spring aus Klein Schwechten hatte einige Exemplare seiner Deutschen Riesen dabei. "Die sind von November. Ich habe aber schon wieder einige Würfe mit acht bis zehn Jungen", erzählte der Züchter, der in Krusemark zu den Stammhändlern gehört. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft für Ziergeflügel und Exoten, Peter Bremer, zählte 20 Händler, steuerte selbst ein paar Meerschweinchen bei. "Der Nachwuchs von den Vögeln und Sittichen fängt jetzt erst an", weiß er.

Mit dem Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf und dem Landtagsabgeordneten Ralf Bergmann fachsimpelte er über die Kleintierbörse. Bis Oktober sind am ersten Sonnabend im Monat Händler und Kunden in der Markthalle willkommen.