Seehausen l Meldewesen, Lohnbuchhaltung, Rechnungen schreiben oder überweisen, Steuer- und Umlagebescheide erstellen, Bauüberwachung Kassenwesen, Verordnungen „übersetzen“ und weiterleiten, Brandschutz organisieren, Bekanntmachungen, Kita-Abrechnung, Personalverwaltung, Beschlüsse der Legislative umsetzen und vieles andere mehr – an der Arbeit im Rathaus hat sich mit der zweiten Corona-Welle kaum etwas geändert. Dafür ist die Arbeit durch die verschärften Kontakteinschränkungen zur Eindämmung der Pandemie umständlicher geworden und musste neu organisiert werden. Wenn das Rathaus unter Quarantäne stünde, hätte das weitreichende Folgen für die Bürger, aber vor allem auch für die Firmen, mit denen die Kommunen zusammenarbeiten und die dann auf ihr Geld warten müssten.

Um den Totalausfall zu verhindern, erklärt Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler), gelten in der Verwaltung natürlich die üblichen Hygienemaßnahmen. Dazu sei zum Beispiel gut ein Drittel der Kernverwaltung im sogenannten Home-Office tätig, damit die anderen Kolleginnen und Kollegen alleine im Büro sitzen können. Um die Aufteilung zu gewährleisten habe man nach dem ersten Lockdown in zehn gute, gebrauchte Laptops (Leasing-rückläufer) investiert, den Bestand damit auf 14 aufgestockt und die Mobilgeräte so ausgestattet, dass die meisten Arbeiten ohne Einschränkung von Zuhause aus auf dem Server der Verbandsgemeinde erledigt werden können. Für die Haushalte, die noch auf schnelles Internet warten, haben man in ein paar LTE-Router angeschafft, über die der Datenaustausch per Mobilfunk erfolgt.

Jetzt räche es sich, dass das Land den Zweckverband Breitband Altmark so lange ausgebremst habe. Die Glasfaserleitungen für schnellere Anschlüsse, die in den kommenden Wochen und Monaten verlegt werden, könnten längst in der Erde liegen, so Kloth.

Rats- und Ausschusssitzungen finden derzeit nur statt, wenn es nötig ist. So wie zum Beispiel in Gollensdorf, um die Weichen für die Bürgermeisterwahl am 7. Februar zu stellen. Ansonsten fänden Beratungen selbst mit wenigen Mitarbeitern auf Abstand im Rathaussaal statt. Vieles geschehe außer Haus generell per Telefon oder Videokonferenz. Selbst die regelmäßigen Tagungen der Kita- und Hortleiterinnen spielten sich in zwischen online ab.