Eichstedt l Ein Arbeitseinsatz zählt zum neuntägigen Programm dazu. Und dieser führte die Jugendlichen aus dem Pfarrbereich Klein Schwechten und aus der befreundeten Kirchengemeinde aus Frederick (Maryland) am Freitag nach Eichstedt, wo die Teilnehmer auf dem Areal der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ die verschiedensten Aufgaben übernahmen. Die Jugendlichen waren mit Eifer dabei, was verdeutlichte, dass sie gern halfen.

Man merkte den Gästen aus dem US-Bundesstaat keineswegs an, dass sie erst einige Stunden in Deutschland beziehungsweise in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck sind. Am Donnerstagabend wurden sie vom Organisationsteam des Jugendaustauschs um Maren Schlemmer und René Schernikau sowie einigen Jugendlichen auf dem Flughafen Berlin-Tegel begrüßt. Erst nach Mitternacht konnten sie ihre Zimmer bei den Gastfamilien in Möllendorf, Goldbeck und Klein Schwechten beziehen. Aber die Vorfreude auf die kommenden Tage ist groß. Wie schon bei den vergangenen Malen – das Sommerprojekt rief 2013 der damalige Pfarrer Thomas Vesterling ins Leben – spielt ein Arbeitseinsatz eine wichtige Rolle. „Die Jugendlichen sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Maren Schlemmer. Und so ging es gestern nach Eichstedt. Für ein Trio sogar mit dem Fahrrad: Malte (14) aus Möllendorf hatte die beiden Amerikanerinnen Alex und Alyssa sozusagen im Schlepptau und wies den Weg.

Einige Jugendlichen nahmen Schippen in die Hände, um den Sand aus dem unter der großen Eiche stehenden Sandkasten der Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte zu sieben und ihn damit zu reinigen. Andere wiederum griffen zum Pinsel, um eine Sitzgruppe, einen Zaun, Spielgeräte oder eine Trennwand zu streichen. „Hier fällt immer Arbeit an“, freute sich Kita-Leiterin Bettina Gude über die motivierten Jugendlichen. Und: „Der Arbeitseinsatz trägt auch zum Kennenlernen untereinander bei“, betonte René Schernikau. Eine zweite, kleinere Gruppe widmete sich der Kirche und war dort mit Reinigungsarbeiten beschäftigt.

Der Jugendaustausch findet jeden Sommer statt, im Wechsel zwischen Frederick und dem Klein Schwechtener Pfarrbereich. So entwickelten sich schon einige Freundschaften. Erik (19) aus Möllendorf freute sich beispielsweise auf das Wiedersehen mit Joe und Quinn.