Seehausen l Sie verbindet die gemeinsame Leidenschaft für Zeitmesser, Mechanik und Handwerk. Gemeint sind die rund 30 Mitglieder des Seehäuser Turmuhrenvereins, die erstmals am 3. Oktober 2004 in der Mühlenstraße 48 der Öffentlichkeit ihr Museum präsentierten.

Viel Engagement, Fleiß und auch Geld war nötig, bis die Turmuhrensammlung des Seehäuser Uhrmachermeisters Günther Haut in der umgebauten Halle einer ehemaligen Brauerei ihr neues Zuhause fand und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurde. Die ausgestellte Technik und auch die Räume des Gebäudes bedürfen aber einer ständigen Pflege. Aus diesem Grunde sind Arbeitseinsätze für die Mitglieder in der Vereinssatzung festgeschrieben. Solch einer fand am Sonnabend statt. Da die Mitglieder nicht nur aus Seehausen stammen, sondern zum Beispiel auch aus Lüneburg oder Dresden kommen, ist es kaum möglich und auch nicht nötig, dass alle zum gleichen Zeitpunkt vor Ort sind.

Beim jetzigen Einsatz galt es, die Fassade des Museums von der Hofseite aus zu streichen. Diese Arbeit lief unter der Regie des Malermeisters Reinhard Lemke, der mit seinen 8o Jahren ältestes Mitglied im Verein ist und sich nicht davor scheut, vom Gerüst aus zu arbeiten. Der zweite Arbeitsschwerpunkt lag in der Aufstellung zweier weiterer Uhrwerke, für die an der Decke Rollen befestigt werden mussten. Über diese laufen nun die Stahlseile zur Kraftübertragung. „Durch unsere Arbeit versuchen wir, die Exposition in unserem Museum noch attraktiver zu machen“, meinte der Vereinsvorsitzende Günther Haut.

Das Turmuhrenmuseum Seehausen ist am Sonnabend von 10-12 Uhr und von 14-16 Uhr geöffnet. Sonntags ist von 14-16 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.