Osterburg l Das Dröhnen einer Motorsense, das Arbeitsgeräusch eines Minibaggers und Hammerschläge zeigten am Sonnabendvormittag etwaigen Besuchern an: Hier im Krumker Park, an Beke und Schlossteich, tut sich etwas. Und in der Tat – es waren Angler der Gruppe Handwerk des Osterburger Anglervereins, die ihren traditionellen Arbeitseinsatz an ihrem Angelgewässer absolvierten. „Die Säuberung der Beke ist heute angesagt, damit das Wasser des kleinen Baches ungehindert in den Teich fließen kann“, informierte Werner Schneider, Vorsitzender der Gruppe.

Marko Salewski hatte die Motorsense für diese Arbeit extra mit einem Schilfschneider ausgerüstet. Der Minibagger hob das abgemähte Schilf und etliche Portionen Schlamm aus dem Wasserlauf. Währenddessen waren Walter Ulbricht, Heiko Bindemann und Gerhard Tritten mit dem Bau eines 150 Meter langen Gitterzaunes am Teichufer beschäftigt. Der Zaun solle verhindern, dass das Laub von den Bäumen im Uferbereich in den Teich fällt; es würde dort verfaulen und damit letztendlich den Fischen Sauerstoff entziehen, erläuterte Ulbricht so ganz nebenbei.

Einige Sportfreunde hatten Harken mitgebracht und das bereits abgefallene Laub aufgehäuft. Es werde demnächst mit Unterstützung von Stadtgärtner Ulf Garlipp, ebenfalls ein Angler, abgefahren „Die Beseitigung des Laubs soll keine einmalige Aktion sein. Mehrmals im Winter wird es entfernt und umweltgerecht entsorgt“, berichtete Schneider. „Wir wollen auch erreichen, dass Spaziergänger dann saubere Teichufer vorfinden“, fügte Ulbricht hinzu. 22 Mitglieder der Gruppe hatten sich an diesem Einsatz beteiligt. Nach dem Einsatz versammelte man sich zu Würstchen vom Grill und einem Bierchen. Das sei hier so Usus.

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Am kommenden Sonnabend findet das nächste Hegefischen der Gruppe statt. „Dazu treffen wir uns um 7 Uhr auf dem Parkplatz in der Kirchstraße“, teilte Schneider mit. Derzeit gehören 135 Mitglieder zur Gruppe Handwerk, davon sind 30 Jungen und Mädchen. „Auf diese Entwicklung sind wir sehr stolz“, erzählte der Vorsitzende. „Und einen großen Anteil daran hat unser Jugendwart Mario Fischer, der gleichzeitig mein Stellvertreter ist. Guten Anklang hatte auch unser diesjähriges Jugendcamp im August in Neukirchen gefunden. Dabei hatten viele unserer Jugendlichen den Friedfischerschein erwerben können.“