Osterburg l Als Juan-Pierre (7) vor wenigen Tagen gemeinsam mit seiner Mutter Bärbel Malinke im Bereich der Werderwiesen spazieren ging, fiel dem Jungen der dort liegende Müll auf. „Da meinte er, dass wir alle mal einen Tag für eine saubere Stadt mit anfassen sollten“, blickte Bärbel Malinke zurück. Sie griff die Idee ihres Sohnes auf, rief über Facebook und Tageszeitungen zur Putzaktion auf. Und konnte sich am Sonnabend über ein gutes Dutzend Helfer freuen. Raiffeisen spendierte Kinderhandschuhe, blaue Abfallsäcke und Müllpiekser. Die Stadt wiederum übernahm die Entsorgungskosten, so Bürgermeister Nico Schulz, der am Sonnabend vor Ort war und bei der Aufräum­aktion mit anpackte. Er freue sich sehr über die Initiative von Juan-Pierre, sie zeige einen Gemeinschaftssinn „für unsere Stadt, wie ich ihn mir wünsche“, sagte Schulz.

Beim Streifzug entlang der Werderwiesen und ihrem Umfeld bekamen die Helfer wie erwartet alle Hände voll zu tun. Flaschen, Schuhe, Windeln und jede Menge Haushaltsmüll sowie Plaste landeten in den blauen Abfallsäcken. Genauso wie eine ganze Anzahl an Plakaten, die eine Musikveranstaltung aus dem Vorjahr ankündigten. Und selbst ein Sofa stand in der Landschaft herum. Während letzteres aufgrund seines Gewichts vorerst noch an seinem Standort blieb aber später durch die Kommune entsorgt werden soll, füllte der gesammelte Abfall insgesamt vier Fahrzeuganhänger. Als gegen Mittag das Aufräumen an den Werderwiesen endete, zog auch Juan-Pierre ein kleines Fazit. Ihm habe die Putzaktion gleich aus drei Gründen etwas gebracht. „Sie war gut für die Natur, gut für die Tiere und auch gut für meine Fitness, weil ich mich soviel bewegt habe“, begründete der Junge lächelnd.

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