Osterburg l Diese Ankündigung kam überraschend: Bauamtsleiter Matthias Köberle nutzte am Montag im Bauausschuss einen thematischen Abstecher zum Haushaltsplan-Entwurf für 2018, um eine neue Investitionsidee anzuschieben. Danach hat die Einheitsgemeinde vor, Mittel aus dem sogenannten Entflechtungsprogramm für die Umgestaltung der Kreuzung Seehäuser Straße/Krumker Straße/Seilergasse zu verwenden. 2018 könnten danach rund 100.000 Euro und 2019 noch einmal rund 400.000 Euro in das Vorhaben fließen, zeigen die Zahlen im Haushaltsentwurf auf. Diese Mittel waren eigentlich für die Neugestaltung der Bahnhofstraße vorgemerkt. Doch die Vorgänge um den Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße haben die Osterburger vorsichtig werden lassen. Da verteuerte sich das gerade laufende Vorhaben gegenüber einer ursprünglichen Kostenschätzung dermaßen, dass die eingeplanten Mittel nur noch für den ersten Abschnitt reichen. In der Bahnhofstraße könnte nun Ähnliches drohen. Aus diesem Grund geht die Einheitsgemeinde auf Abstand, gänzlich vom Tisch ist eine Erneuerung der Bahnhofstraße aber nicht. „Wir werden uns für diese Fahrbahn um Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt bemühen“, kündigte Bürgermeister Nico Schulz. Dabei handelt es sich um den Geldtopf, aus dem auch die finanzielle Unterstützung für den zweiten Abschnitt der Ernst-Thälmann-Straße fließen soll.

Die Mittel aus dem Entflechtungsprogramm dürften dagegen auf der Kreuzung Seehäuser Straße/Krumker Straße/Seilergasse verbaut werden. Wie sich dieser Verkehrspunkt zukünftig darstellen könnte, scheint zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig offen. Peter Zimmermann brachte die Einrichtung eines dann dritten Osterburger Kreisverkehrs ins Spiel. Diese Überlegung stieß bei Matthias Köberle und Nico Schulz aber nur auf wenig Gegenliebe. Beide tendieren zu einer Kreuzung.Ob sich der Stadtrat dieser Meinung anschließt oder doch für einen Kreisel plädiert, bleibt abzuwarten. Mit der Investition an sich freundete sich der Bauausschuss aber bereits an. Ein Um- oder Ausbau der Kreuzung in den kommenden beiden Jahren wurde von keinem sachkundigen Einwohner oder Stadtrat des Gremiums in Frage gestellt. Im Gegenteil: Einstimmig empfahl der Bauausschuss das zum Haushaltsentwurf 2018 gehörende Investitionspaket inklusive Kreuzungsumbau zur Beschlussfassung an den Stadtrat weiter.