Arneburg l „Dasein und Hiersein“ titelt die Fotoausstellung von Linda Maria Bodenstein aus der Hansestadt Seehausen, die am Mittwoch um 19 Uhr in der „Klein-st-en Galerie“ Arneburg eröffnet wird. Der Kultur- und Heimatverein unter dem Dach des Altmärkischen Heimatbundes lädt herzlich zur Vernissage, mit der die nunmehr 235. Ausstellung eröffnet wird.

Die Protagonistin kommt dieses Mal also aus Seehausen. Auf die Frage, ob sie ihr Alter verrät, sagte sie: „Sehr gerne, ich werde 81 Jahre.“

Die insgesamt 49 Fotos im A-3-Format, die paarweise die Wände der Arneburger Galerie schmücken, stammen aus mehreren dieser bodenstein‘schen Lebensjahre. Die Hobbyfotografin, die in Hoyerswerda aufwuchs, begann nach erfolgreich beendetem Studium zur Fachlehrerin für Sport und Mathematik am IFK Halle ihren beruflichen Weg in Seehausen. Wie Johanna Preß als Galeristin ausführt, ließ sich Lina Bodenstein – eigentlich „Dietlinde“, aber so nennt sie niemand – schon als Studentin ins kulturelle Treiben hineinziehen. 1983 übte sie sich dann zunächst in der Seidenmalerei, wurde nebenbei (auch nebst Mann Hans-Peter Bodenstein und drei Kindern) zur Galeristin, erschloss sich zunehmend den Zugang zur künstlerischen Betätigung. Schließlich wurde das Fotografieren zu Linda Bodensteins Leidenschaft. Hierbei folgt sie dem Übergang zum digitalen Bildträger, der Ablösung des Silberkorns durch den Siliziumkristall.

Bilder

„Linda Bodensteins Bilder leben vom Zusammenspiel des Hervorstechenden mit seiner Umgebung oder von der Wirkung des Hervortretenden in verschwindener Umgebung“, so beschreibt Galeristin Johanna Preß die Motive der Seehäuserin, die weitgehend Details zeigen, sehr gerne Details aus der Natur. Linda Bodenstein sei weder Porträt-, noch Landschafts-, noch Sachfotografin. Johanna Preß: „Letzten Endes ist sie mit ihren Fotografien auf der Suche nach dem wahrnehmbaren Schönen. Wir dürfen uns auf diese neue Ausstellung freuen!“