Straßensanierung startet noch im Mai

B 189 bei Seehausen wird wieder zum Nadelöhr

Wenn in diesen Tagen die Fahrbahnsanierung auf der B 189 bei Seehausen weitergeht, wird das mit einigen Reibungsverlusten verbunden sein, wenn der Umleitungsverkehr wieder über die Dörfer westlich der Nord-Süd-Trasse führt. Mitte Juli soll alles vorbei sein.

Von Ralf Franke
Die Fahrbahnsanierung auf der B 189 bei Seehausen geht  zwischen den Abfahrten Drüsedau und Waldemar-Estel-Straße weiter. Die  Kreuzung  ?Sachsenfalle?, an der jetzt der Umleitungsvekehr in Richtung Stendal von der Haupttrasse geholt wird, war schon vor ein paar Jahren an der Reihe. Aber bis dorthin soll jetzt auch der straßenbegleitende Radweg auf der linken Fahrbahnseite  verlängert werden, bevor  die Piste 2020 entlang der B 190 weitergebaut wird.
Die Fahrbahnsanierung auf der B 189 bei Seehausen geht zwischen den Abfahrten Drüsedau und Waldemar-Estel-Straße weiter. Die Kreuzung ?Sachsenfalle?, an der jetzt der Umleitungsvekehr in Richtung Stendal von der Haupttrasse geholt wird, war schon vor ein paar Jahren an der Reihe. Aber bis dorthin soll jetzt auch der straßenbegleitende Radweg auf der linken Fahrbahnseite verlängert werden, bevor die Piste 2020 entlang der B 190 weitergebaut wird. Foto: Ralf Franke

Seehausen

Wer die Bundesstraße B 189 in Höhe der Hansestadt Seehausen passieren will, muss sich in den kommenden Wochen wieder auf umfangreiche Behinderungen einstellen. Stress kommt allerdings einmal mehr auch auf die Anlieger der Orte westlich der so wichtigen Nord-Süd-Trasse zu, weil diese zumindest einen Teil des Umleitungsverkehrs ertragen müssen. Das macht die Antwort auf eine Nachfrage der Osterburger Volksstimme beim Verkehrsministerium in Magdeburg deutlich.

Nach der Sanierung der B 189 von der Drüsedauer Kreuzung in Richtung Osterburg im Sommer 2019 wird die Erneuerung der Fahrbahn jetzt in Richtung Seehausen bis zur Abfahrt Waldemar-Estel-Straße fortgesetzt. Genau genommen haben die Bauarbeiten mit der Vollsperrung und dem Bau der beiden Parkplätze rechts und links der Fahrbahn schon begonnen. Die Stellplätze bekommen nicht nur einen frischen Belag und neue Sitzgarnituren, sondern dazu einen Wildschutzzaun.

Einseitige Sperrung der Fahrbahn ab 17. Mai

Die Bundesstraße selbst ist nach derzeitigem Stand noch bis Sonntag, 16. Mai, befahrbar. In der 20. Kalenderwoche startet die beauftragte Fachfirma dann ihre Arbeiten mit dem Abfräsen der verschlissenen Fahrbahndecke, bevor Risse saniert und wieder frischer Asphalt gefahren werden kann. Dann wird die Strecke auch zum Nadelöhr.

Das heißt, dass der Verkehr in Richtung Wittenberge an der Baustelle halbseitig vorbeigeleitet wird. Wer in Richtung Stendal will, muss indes an der Kreuzung „Sachsenfalle“ rechts auf die B 190 abbiegen, in Tannenkrug wieder links fahren und sich seinen Weg über Losse suchen.

Solange die Kreuzung B 189/U12 noch frei ist, wird der Verkehr über Drüsedau geleitet. Wenn der Knotenpunkt selbst an die Reihe kommt – was vermutlich ab Juli der Fall ist -, werden Dequede und Krevese über die Kreisstraße K1050 in die Umleitungsstrecke mit einbezogen, die dann über die L 9 an Krumke vorbei in Höhe Osterburg wieder auf die B 189 einmündet. Der Knotenpunkt soll auch halbseitig ausgebaut werden, so dass immer nur eine Anbindung gesperrt wäre. Heißt: Wenn die L12 dicht ist, wäre die K 1050 (alte Bundesstraße) nach Seehausen frei und umgekehrt.

Läuft auf der Baustelle alles nach Plan, soll die Fahrbahnsanierung auf einer Länge von gut zwei Kilometern Mitte Juli ebenso Geschichte sein wie die Sperrungen und Umleitungen. Bis dahin will das Land rund eine Million Euro in das Projekt investiert haben.

Der Betrieb auf dem parallel zur Bundesstraße verlaufenden Radweg wird übrigens nicht beeinflusst. Für den Schutz der Pedalritter soll ein Bauzaun sorgen. Letztere können sich übrigens sogar noch auf eine Zugabe freuen.

1100 Meter straßenbegleitender Radweg

Die weiträumige Sperrung zur Sanierung der B 189 will das Land nämlich gleichzeitig dazu nutzen, den straßenbegleitenden Radweg, der aus Richtung Osterburg kommend derzeit an der Einmündung zu Waldemar-Estel-Straße endet, weiterzubauen. Und zwar bis zur „Sachsenfalle“, wo für 2022 der Abschnitt nördlich der B 190 bis zur Tankstelle Hoyer auf der Agenda steht. Der Ausbau der Radlerpiste auf einer Länge von rund 1100 Meter soll vom 17. Mai bis 30. Juni über die Bühne gehen und rund 275.000 Euro kosten.

Wenn die B 189 demnächst weiter erneuert wird, muss der Nord-Süd-Verkehr über die Dörfer rollen.
Wenn die B 189 demnächst weiter erneuert wird, muss der Nord-Süd-Verkehr über die Dörfer rollen.
Grafik: prePress Media Mitteldeutschland GmbH