Osterburg l Wenigstens zum Festbeginn fand der Regen am Sonnabend sein Ende. Als Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose und sein Stellvertreter Wolfgang Tramp die Party gegen 14 Uhr eröffneten, blinzelte die Sonne durch die Wolken. Es blieb auch bis zum Abend trocken.

Gose ging in seiner Begrüßung auf die Recherchen zum Alter der Ausflugsstätte ein. Dabei baue man auf Frank Hoche, Leiter der Museen des Landkreises Stendal, der die 125 Jahre bestätigte. Waren die Osterburger früher an den so genannten Pferdekuhlen ins Wasser gegangen, habe sich das mit der offiziellen Badeanstalt geändert. Lobende Worte fand der Ortsbürgermeister weiter für die Familie Lenzner, die keine Mühen gescheut hatten, das Geburtstagsfest vorzubereiten. 125 Jahre Biesebad, dass bedeute ein absolutes Kleinod, das es zu erhalten gilt. Im Namen des Ortschaftsrates überreichten Gose und Tramp Blumen und einen Scheck an das Betreiberehepaar. Fasstauchen, so Gose weiter, gebe es leider nicht, die Anwesenden sollten sich ganz auf das Badewannenrennen konzentrieren. Waren es zum ersten Termin noch zwölf Wassergefährte, die angemeldet waren, so waren es am Sonnabend leider nur noch sechs. Bevor sie aber starteten kam erst einmal die Sängerin Sarah auf dem Tretboot und unterhielt mit ihrem Live-Gesang.

Unter der Winnetou-Filmmusik kam dann das erste Boot daher. Winnetou und seine Freunde war es betitelt, und wie im Film der Namensgeber schafften es auch die Bootsleute nicht ohne unter zu gehen die Strecke zu absolvieren. „Hitpiraten“, „Biese Schweinerei“, „Ein Boot für alle Fälle“, „BassBomBass“ und „Biesemiezen“ waren die anderen Bootsnamen, die unter dem Beifall der Zuschauer sich auf der Biese bewegten. BassBomBass hatte dazu auf dem gegenüber liegenden Flussufer aufgebaut und begleitete die Boote mit ihren Trommelklängen.

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Die Zuschauer sollten dann entscheiden und entschlossen sich den „Biese-Miezen“ den ersten Platz zu geben. „Es war eine ganz enge Kiste“, so der Ortsbürgermeister, der mit seinem Stellvertreter Urkunden und Sekt überreichte. Musik unterhielt dann weiter die Gäste, es gab Kaffee und Kuchen oder deftige Feinheiten vom Grill. Stark vertreten war wieder der IB aus Seehausen, wo sich die Kinder schminken lassen konnten oder auch selbst zu Pinsel und Farbe griffen. Und auf einen Fahrsimulator konnte rasant durch das Gelände gefahren werden.

Viel Herzblut, so Gose, habe die Familie Lenzner in das Biesebad gesteckt. Spaß und Vergnügen wurde den Gästen geboten und wem die Anlage gefällt, so der Ortsbürgermeister weiter, der möge das auch weiter sagen, damit auch wieder mehr Gäste in die Badeanstalt kommen.