Osterburg l Weil das Osterburger Bahnhofsgebäude schon seit einer gefühlten Ewigkeit vor sich her schlummert, dachte Bürgermeister Nico Schulz (CDU) im Frühjahr 2018 laut über einen Erwerb der Immobilie durch die Kommune nach. Das steht auch heute noch im Raum, Schulz hofft aber weiterhin auf einen Privatinvestor.

Vor fünf Jahren schaute es schon einmal so aus, als mache ein Investor in Sachen Bahnhof ernst. Doch ein paar Aufräum- und Umbauarbeiten später verschwanden die damaligen Pläne um Imbiss und Arztpraxen flugs wieder in der Schublade. Und die Stille kehrte in das Gebäude zurück.

Daran änderte auch ein zwischenzeitlicher Besitzerwechsel nichts, obgleich der heutige Eigentümer durchaus Überlegungen anstellte und Initiative zeigte, eine neue Nutzung für das Haus zu finden. So seien im Sommer diesen Jahres durchaus berechtigte Hoffnungen auf einen Investor aufgekommen. Nun aber habe er schon seit geraumer Zeit nichts mehr von diesen Überlegungen gehört, blickte Nico Schulz zurück, ohne näher ins Detail zu gehen.

Dennoch hat der Osterburger Bürgermeister die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das markante Gebäude das Interesse eines Privatinvestors auf sich zieht. Zumal letzterer auf finanzielle Unterstützung aus dem Revita-Programm des Landes Sachsen-Anhalt bauen könnte, um seine Pläne zu verwirklichen. „Der Osterburger Bahnhof ist förderfähig. Sowohl Maßnahmen am und im Gebäude als auch der Ankauf der Immobilie könnten mit einem Zuschuss von bis zu 80 Prozent gefördert werden. Bedingung ist lediglich, dass für Bahnreisende ein Mehrwert wie ein Aufenthaltsraum oder eine Toilette entsteht“, sagte Schulz. Und: Die Stadt werde gern vermitteln, solle es diesbezüglich Fragen geben, bot der Bürgermeister an. Gleichzeitig bestätigte er, dass auch die Planspiele um einen Erwerb des Bahnhofs durch die Kommune noch nicht vom Tisch seien. „Aber das ist wirklich nur eine Notlösung. Und dem Umstand geschuldet, dass dieses für Osterburgs Geschichte bedeutsame und stadtteilprägende Gebäude nicht einfach von der Bildfläche verschwinden darf“, stellte der Osterburger Bürgermeister abschließend klar.